01.12.2020 /
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Acht Länder, deren Regierungen sich weigern, während der Pandemie hungernden Christen zu helfen

«Das ist nichts für dich, weil du ein Christ bist!» Oder: «Bekehre dich und du kannst wieder essen!» In diesen acht Ländern wurden und werden Christen während der Covid-19-Pandemie auf schreckliche Weise mit Lebensmitteln erpresst.

Während die Coronavirus-Pandemie in ihrem Land wütet, erfährt Rose, dass die Regierung eine Hilfsverteilung in ihrem Dorf organisieren wird. «Das ist die Antwort auf meine Gebete», denkt die nigerianische Witwe, die drei Kinder zu ernähren hat, freudig.

Am Tag der Verteilung erhält Rose jedoch nichts.  «Alle unsere Hoffnungen sind dahin. Wir haben kein Essen erhalten!»

Der Grund? Rose ist Christin, lebt aber in einem vorwiegend muslimischen Gebiet.

Kein Einzelfall

Dieses Beispiel ist kein Einzelfall: In mehreren Ländern wurde während der Covid-19-Krise Christen wegen ihres Glaubens staatliche Hilfe verweigert. Wie Rose sind dies oft Neubekehrte, die ihre alte Religion aufgegeben haben. In ihren Dörfern werden diese Christen boykottiert: Sie haben keinen Zugang zu lokalen Dienstleistungen und öffentlicher Infrastruktur. Darüber hinaus arbeiten diese Menschen hauptsächlich als Tagelöhner. Die Pandemie führt deshalb zu einer neuen Form der Verfolgung.

In ländlichen Gebieten delegieren die Regierungen die Verantwortung für die Verteilung von Nahrungsmitteln an die Dorfvorsteher. Diese entscheiden darüber, wer in den Genuss der Hilfe kommen kann und wer nicht. Weil Christen als Bürger zweiter Klasse, Verräter oder Ungläubige angesehen werden, wird ihnen oft Hilfe verweigert.

An einigen Orten erpressen muslimische oder hinduistische Führer die Christen: «Kehrt zu eurem alten Glauben zurück, und ihr werdet Essen bekommen!»

Dies geschieht unter anderem in acht Ländern, in denen Christen allein wegen ihres Glaubens diese neue Form der Verfolgung erleben.

1 – Indien: Christen aus der Gesellschaft verbannt

Für Christen, die in hinduistischen Dörfern leben, war die Verfolgung bereits vor der Pandemie sehr stark. Die Open Doors-Partner Heena und Samuel (Namen geändert) erzählen: «Diese Menschen werden von der Gesellschaft boykottiert. Sie können nicht in die Dorfläden gehen oder Wasser aus dem Brunnen schöpfen. Diese Christen müssen in andere Dörfer, die ihnen gegenüber toleranter sind, oder zu anderen Christen gehen, um sich gegenseitig zu helfen. Durch den Lock-down haben viele ihre Arbeit verloren, und das Dorf hat sich geweigert, Nahrungsmittel an sie zu verteilen. Selbst mit einer Rationierungskarte werden sie nichts bekommen.»

Lokale Partner in Indien sind auf viele solcher Fälle gestoßen. Hier sind nur einige von vielen:

  • Seit Nathan (Name geändert) und seine Familie (6 Personen) sich Christus zugewandt haben, wurden ihnen keine Lebensmittel oder Nothilfepakete gegeben. Nathan ist behindert, was seine Arbeitsfähigkeit stark einschränkt.
  • Ein anderer Gläubiger, Gerard (Name geändert), wurde aus seinem Dorf vertrieben, weil er den Hinduismus aufgegeben hatte. Nach einigen Monaten kehrte er in seine Heimat zurück. Mit Ausnahme von Gerard erhielt das ganze Dorf Lebensmittelrationen.
  • Adrian (Name geändert) ist ein Tagelöhner. Wegen seines Glaubens an Jesus erhielt er keine Überlebensration, während alle seine Nachbarn welche bekamen.
  • Davina (Name geändert) ist ein Opfer der gleichen Diskriminierung. Diese ältere Frau hat neun Angehörige und ist Witwe.

Beispiele für solche Verfolgungen in Indien nehmen von Tag zu Tag zu.

2 – Malaysia: Eine Frage von Leben und Tod

Die Christen in diesem mehrheitlich muslimischen Land leiden unter doppelter Verfolgung in ländlichen Gebieten. Schon vor der Covid-19-Krise wurden Christen wegen ihrer Bekehrung vom Islam zum Christentum misshandelt. Jetzt müssen sie nicht nur an ihrem Glauben festhalten, sondern auch ums Überleben kämpfen.

Ein Partner vor Ort, Sam (Name geändert), erzählt diese diskriminierende Geschichte über mehrere junge malaysische Männer, die vor kurzem in einer sehr abgelegenen Gegend im Osten Malaysias konvertiert sind: «Um ihre Dörfer zu erreichen, mussten unsere Partner vier Stunden mit dem Boot und dann weitere zwei Stunden zu Fuß durch den Dschungel reisen. Diese schwierigen Verhältnisse machten es unmöglich, diese Orte zu erreichen. Letzten Monat, als der Transport wieder aufgenommen wurde, fuhren unsere Partner wieder in ihre Dörfer, um diese jungen Christen zu ermutigen und ihnen Essen zu geben. Als sie ankamen, erfuhren sie, dass mehrere junge Leute zum Islam zurückgekehrt waren, damit sie Essen erhielten. Der einzige Ort, an dem Lebensmittel verteilt wurden, war die Dorfmoschee. Als die Jugendlichen gingen, um Lebensmittel für ihre Familien zu holen, wurden sie gebeten, zum Islam zurückzukehren, um diese Lebensmittel zu erhalten.»

Sam weist darauf hin, dass unsere Partner weiterhin diese jungen Menschen besuchen, in der Hoffnung, dass sie eines Tages zu Christus zurückkehren. «Sie haben kein Essen, und das einzige Essen, das sie bekommen können, ist in der Moschee. Die Situation war unentwirrbar. Um ihren Familien zu helfen, zu überleben, trafen viele junge Menschen die Entscheidung, zum Islam zurückzukehren.»

3 – Bangladesch: «Diese Hilfe ist nicht für Sie»

Überschwemmungen in Bangladesch verschärfen die Notlage für Christen. Zusätzlich zu den Schäden, die durch den Zyklon Amphan und die zahlreichen Überschwemmungen verursacht wurden, sind die Christen in Bangladesch auch von der Verteilung staatlicher Hilfe ausgeschlossen worden.

In diesem mehrheitlich muslimisch geprägten Land an der Grenze zu Indien und Myanmar bot die Regierung der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie Hilfe an. Aber einige Christen, insbesondere diejenigen mit muslimischem oder buddhistischem Hintergrund in abgelegenen Gebieten, erhielten nichts. «Sie erhalten nichts, weil die Hilfe von lokalen Führern verteilt wird. Aber schon in normalen Zeiten werden sie von diesen Dorfvorstehern verfolgt. Bei der Verteilung sagen die Dorfvorsteher den Christen: ‘Ihr seid Christen, also geht euch diese Hilfe nichts an’», berichtet uns ein lokaler Partner.

In diesen sehr ländlichen Gebieten kann der Mangel an Nahrungsmitteln dramatische Folgen für die Entwicklung der Ortskirche haben. «In diesen Stammesgesellschaften ist das Gemeinschaftsleben wesentlich. Niemand kann außerhalb dieser Gemeinschaften überleben. Der Glaube der Neubekehrten ist sehr zerbrechlich und muss gestärkt werden. Wenn die Christen nicht die Mittel zum Überleben haben, kehren sie entweder zum Islam zurück oder sterben!»

4 – Vietnam: «Sie stehen nicht auf der Liste»

Der Lock-down hat auch zu schwierigen Situationen für Christen in den nördlichen und zentralen Regionen Vietnams geführt. Das Leben in diesen abgelegenen Gebieten ist ein ständiger Kampf gegen den Mangel an Nahrung. «Christen haben jeden Tag nur wenig Reis als Nahrung», sagt Nguyen Van Quan (Name geändert), ein Partner von Open Doors.

Nachdem die vietnamesische Regierung eine allgemeine Beschränkung im ganzen Land verordnet hatte, hat sie Nahrungsmittelhilfe an ländliche Dörfer für Familien mit geringem Einkommen oder für Familien, die ihre Arbeit verloren haben, verteilt.

Als 18 christliche Familien (insgesamt 107 Personen) aus Nordvietnam kamen, um ihren Anteil abzuholen, sagten ihnen die örtlichen Behörden: «Sie stehen nicht auf der Liste.»

«Sie waren zuvor so glücklich zu wissen, dass sie Anspruch auf diese Hilfe hatten. Plötzlich wurde ihnen gesagt: ‘Ihr seid Christen, also wird sich euer Gott um euch kümmern. Die Regierung ist nicht für Eure Familien verantwortlich’», erklärt Nguyen.

Aber die Verfolgung hat damit nicht aufgehört! Als unsere Partner von dieser Ungerechtigkeit erfuhren, schickten sie große Säcke mit Reis, die an diese christlichen Familien verteilt werden sollten. Aber die Behörden haben dies erkannt. Während einer Reisverteilung an einen Christen forderten die Dorfvorsteher ihn auf, das Dorf sofort zu verlassen.

«Einer unserer Partner, Pastor Foom (Name geändert), griff mutig vor den Behörden ein. Er sagte ihnen: ‘Unsere Kirche verteilt diesen Reis an diejenigen, die ihn in diesen schwierigen Zeiten brauchen. Da Sie ihnen wegen ihres Glaubens verboten haben, von der Regierung Hilfe zu erhalten, beschloss unsere Kirche, ihnen zu helfen. Warum sollten Sie uns daran hindern wollen, ihnen zu helfen’», sagte Nguyen.

Die «Open Doors»-Partner mussten die Verteilung von Reis an diesem Ort dennoch einstellen. Sie gingen in ein nahe gelegenes Dorf, in das Haus eines Christen, um die Hilfsgüter zu lagern. Mitglieder der 18 Familien kamen diskret, um ihre Ration in Empfang zu nehmen.

5 – Philippinen: Keine Hilfe für Christen

Wie in Vietnam wurden auch auf den Philippinen die Christen während des Lockdowns von der Verteilung von Hilfsgütern ausgeschlossen. In einem Dorf im Süden des Landes erhielt bis auf die einzige christliche Familie alle Bewohner ein Paket.

«Als unsere Teammitglieder ankamen, um dieser Familie zu helfen, wollten die Dorfvorsteher sie angreifen. Die Häuptlinge beschuldigten auch die Christen, hinter der Pandemie zu stecken», sagt ein lokaler Partner. Ein weiteres lokales Mitglied des Open Doors-Teams fügt hinzu: «Wir erhalten viele Nachrichten von Menschen, die hungern, weil sie keine Hilfe von der Regierung erhalten haben.»

6 – Äthiopien: Die Kirche in Schwierigkeiten

Pastor Adane (Name geändert) nennt seine Befürchtungen: «Die Kirche macht im Osten des Landes sehr schwierige Zeiten durch.» Aufgrund von Covid-19 und die darauf erfolgenden Auswirkungen auf die Lebensbedingungen war das tägliche Leben bereits kompliziert. Zusätzlich zu der Pandemie verwüsteten Heuschrecken die Felder in ganz Ostafrika. Die Regierung organisierte die Verteilung von Nothilfe, aber einige Christen wurden bei diesen Verteilungen ignoriert. Pastor Adane: «Der Staat hat in unserer Region mehrere Verteilungen vorgenommen. Um diese Hilfe zu erhalten, musste man sich registrieren lassen. Aber Protestanten wurden von diesen Registrierungen zurückgewiesen, insbesondere diejenigen mit muslimischem Hintergrund. Kein Christ in unserer Region erhielt irgendeine Hilfe. Wir haben die Gläubigen in städtischen und ländlichen Gebieten gefragt: Niemand hat etwas erhalten», sagt Adane.

Die Pandemie hat die Ortskirchen stark geschwächt. Diese Gemeinden halfen verfolgten Gläubigen, die ihre Arbeit verloren haben und wegen ihrer Bekehrung in ihren Ortschaften ausgegrenzt werden. Die örtlichen Dorfchefs verbieten, dass ihnen etwas verkauft wird. Die örtlichen Behörden verweigern ihnen Hilfe, weil sie glauben, dass sie von anderen Christen Hilfe erhalten.

Ohne Hilfe sind die Gläubigen im Elend, genau wie Ebrahim (Name geändert). Dieser Vater ist Landwirt. Aufgrund von Heuschrecken-Invasionen wurde seine gesamte Ernte vernichtet. Als er zur Meldestelle ging, um Hilfe zu erhalten, wurde er weggejagt. «Ungläubiger!» wurde er angeschrieen.

Die einzige Möglichkeit, Hilfe für Ebrahim zu erhalten, ist die Rückkehr zum Islam. Seine Schwiegereltern üben Druck auf seine Frau aus, ebenfalls zum Islam zurückzukehren, anstatt als Christin zu leiden. «Er hat nichts, um seine Familie zu ernähren, und die Menschen um ihn herum drängen ihn, zum Islam zurückzukehren und um Hilfe zu bitten», sagt Adane. «Die Kirche in Äthiopien befindet sich in großen Schwierigkeiten.»

7 – Golfstaaten: «Dieses Essen wurde mit islamischen Steuern bezahlt»

In den Augen der Mehrheit der Bevölkerung eines Golfstaates (aus Sicherheitsgründen nicht näher spezifiziert) gelten Christen als weniger als nichts. Hanna (Name geändert), eine Partnerin von Open Doors in diesem Land, hat selbst Diskriminierung erfahren. Sie sagt: «Ich habe mich an eine Agentur gewandt, die für die Verteilung von Nothilfe zur Unterstützung von Christen zuständig ist. Der Mann am Ende des Telefons lehnte meine Bitte hart ab: ‘Dieses Essen wurde mit islamischen Steuern bezahlt. Christen sind daher von der Verteilung ausgeschlossen. Wir stellen jedoch Christen für die Verteilung ein.’»

Hanna untersuchte die Löhne der Arbeitsplätze und stellte fest, dass sie extrem niedrig waren. «Christen sind dankbar, eine Arbeit zu haben. Zugleich sind sie sich der Gefahr bewusst, die sie eingehen. Sie können Covid-19 jederzeit erwischen.»

Ein junger Mann erzählte ihr: «Wir sind immer an den Rand gedrängt worden wegen unseres Glaubens. Warum sollte sich das heute ändern? Wir können unseren Nachbarn helfen, indem wir beim Verteilen helfen.» Die Christen sind sich einig: «Wir leiden nicht wegen des Virus, dem Lock-down oder dem Hunger. Wir leiden um der Liebe Jesu willen. Das ist keine soziale Diskriminierung, sondern religiöse Verfolgung!»

8 – Nigeria: Sechsmal kleinere Rationen für Christen

Wenige tausend Kilometer entfernt, in Nigeria, berichten unsere Teams von denselben Fällen von Ungerechtigkeiten gegen Christen. Während Muslime große Mengen an Nahrungsmitteln erhalten, müssen sich Christen mit Resten begnügen. Wie in Südasien sind die Mehrheit der Christen Tagelöhner. Mit dem Lock-down sind die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region härter geworden. Christen können nicht mehr arbeiten und damit ihre Familien versorgen.

Im Norden des Landes, in der Kaduna-Region, die der Scharia unterliegt, sagen Christen in den Dörfern Ungwan Boro, Sabon Tasha, Barnawa und Naraye, dass sie sechsmal kleinere Portionen erhalten haben als ihre muslimischen Nachbarn.

Pastor Sulu, der in der Region lebt, sagt gegenüber Open Doors, was er in seinem Dorf Kaduna gesehen und gehört hat: «In den überwiegend christlichen Gebieten des Landes erhielten die Christen höchstens zwei Beutel Teigwaren, eine Schüssel Reis und einen Krug mit Öl. In den überwiegend muslimischen Gebiete erhielten die Einwohner viel mehr Säcke mit Reis, Nudeln und anderen Dingen als die Bewohner der christlichen Gebiete. Die Christen haben nicht genug zu essen.»

Bei der Verteilung herrscht Chaos, um an eine spärliche Menge an Lebensmitteln zu kommen. Dieses Essen wird von den für die Verteilung verantwortlichen Personen in die Menge geworfen. «Viele Christen haben das Bewusstsein verloren und sind bei solchen Verteilungen mit Füßen getreten worden. Das ist nicht nur Diskriminierung, sondern auch eine Form der Christenverfolgung. Wir beten zum Herrn, dass er uns helfen wird und dass uns geholfen wird», fügt der Pastor hinzu.

Open Doors hilft

Über lokale Partner und wo möglich, verteilte Open Doors Lebensmittel an Christen, denen aufgrund ihres Glaubens an Jesus Hilfe verweigert wurde.  Diese Arbeit wäre unmöglich gewesen ohne unsere Partner vor Ort, die zunächst als Korrespondenten dienten, indem sie Zeugenaussagen über die Verfolgung sammelten. Dann, zweitens, kehrten diese Partner mit Lebensmitteln zu diesen verfolgten Christen zurück.

Gott öffnete die Türen für unsere Teams, um diese Hilfe zu bringen, trotz der Risiken. In der Tat hätten die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen, die Gesundheitsrisiken, die verstärkte Überwachung oder die Feindseligkeit gegenüber Christen jeden Hilfe-Versuch untergraben können.

Allein in Asien haben mehr als 100’000 verfolgte Christen dank lokaler Open-Door-Teams und lokaler Partnernetzwerke Nothilfe erhalten. Etwa 18’500 christliche Familien erhielten ein Nothilfepaket mit Nahrungsmitteln, medizinischen und Hygieneprodukten. Jedes Kit ermöglicht es einer Familie, etwa zwei Monate lang zu leben.

«Dank Ihrer Unterstützung und Ihrer Gebete hat die verfolgte Kirche in Asien diese Krise überwinden können», sagt Sam. «Viele Christen wären ohne diese Unterstützung verhungert oder hätten ihren Glauben aufgegeben, um zu ihren alten Überzeugungen zurückzukehren. Der Dank geht an all die Menschen, die uns auf der ganzen Welt geholfen haben. Ihnen ist es zu verdanken, dass es auch nach der Pandemie in vielen Teilen Asiens noch Kirchen geben wird.»

Als unsere Teams hörten, dass Christen sechsmal kleinere Portionen erhielten, wurde eine Verteilung organisiert, um ihnen zu helfen. Unsere Teammitglieder und Partner arbeiten dort, um 9000 Familien in Afrika zu helfen.

In den Golfstaaten wurden Säcke mit Reis an Christen verteilt, die ohne Nahrung waren. Dies ist nicht nur materielle Hilfe, wie Hana erklärt. Es ist auch ein Hoffnungsschimmer. «Während der Verteilungen laden uns die Familien in ihre Häuser ein. Diese Menschen sehnen sich nach der brüderlichen Gemeinschaft, die ihnen in den letzten Monaten aufgrund der Krise gefehlt hat. Die Christen wissen, dass wir bei ihnen sind. Das gibt ihnen eine gewisse Würde zurück, sie werden als die Geringsten der Armen in ihrem Land behandelt.»

Weltweit bleibt die Not bestehen: In den nächsten Monaten hofft Open Doors, zwischen 25’000 und 50’000 weiteren Christen helfen zu können.