26.10.2018 /
Algerien
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Algerien: Eine weitere Kirche geschlossene Kirche – total sieben

Es ist die siebte geschlossene Kirche in weniger als einem Jahr in Algerien. Die protestantische Kirche von Azaghar, die mit der protestantischen Kirche von Algerien verbunden ist, wurde kürzlich versiegelt.

Es ist die siebte Kirche, die von den algerischen Behörden seit November 2017 geschlossen wurde. Dies nach dem drei von ihnen inzwischen wieder eröffnet werden konnten.

Am Dienstag, den 16. Oktober, schloss und versiegelte die Polizei die Türen der evangelischen Kirche Azaghar, einem Dorf in der Nähe von Akbu in der Nähe von Bejaia, im Nordosten Algeriens. Die Kirche wurde vor über fünf Jahren eröffnet, sie hat 300 Mitglieder.

«Gebäude-Sicherheit nicht eingehalten»

Wie bei den meisten Kirchen, die der Evangelischen Kirche von Algerien (EPA) angehören, erhielt die Kirche von Azaghar im Dezember 2017 einen Besuch von einem Komitee der Gebäudesicherung.

Im Februar 2018 teilte die Regierung in einem Schreiben mit, dass das Gebäude die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt, insbesondere wegen des Fehlens von Notausgängen und Feuerlöschern. Kirchenführer hätten diese Probleme gelöst, so die Menschenrechtler von «Middle East Concern».

Kontinuierliche Belästigung

Der Versammlung wird auch vorgeworfen, gegen die Regeln zu verstossen, indem sie ausländische Besucher willkommen heisst.

Die Christen in Algerien sind verärgert über diese Situation, die als ständige Belästigung angesehen wird. Im Juli forderte der UN-Menschenrechtsausschuss die algerische Regierung auf, die Belästigung von Christen einzustellen und allen Bürgern die Religionsfreiheit zu garantieren.

Gezieltes Vorgehen

Die EPA, die 45 protestantische Kirchen im ganzen Land vereint, erklärt, dass es sich um gezielte Schliessungen handelt. Dutzende von Kirchen haben auch Mitteilungen über die Schliessung ohne Begründung erhalten.

Der algerische Staat hat Ausschüsse für die Inspektion von öffentlich zugänglichen Einrichtungen eingerichtet. Sie sind aber auch verpflichtet, zu prüfen, ob die Versammlungen zur Ausübung ihrer christlichen Tätigkeit zugelassen sind.

Dies ist eine der Massnahmen, die im algerischen Gesetz von 2006 verankert sind, das die nicht-muslimischen Gottesdienste regelt.