22.02.2020 /
Burkina Faso
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Burkina Faso: Pastor, Sohn, Neffen und Diakon ermordet

Die Christen der SIM-Kirche in Sebba im Nordosten von Burkina Faso sind nach der Ermordung mehrerer Mitglieder ihrer Gemeinde, darunter der Pastor und sein Sohn, traumatisiert.

Ein Pastor, sein Sohn, seine Neffen und ein Diakon wurden im Nordosten von Burkina Faso ermordet. Sie waren Mitglieder einer Kirche der SIM («International Missionary Society»), in der Provinzhauptstadt Sebba.

Diakon Lankoandé Babilibilé wurde als erster getötet. Unbekannte Schützen haben ihn in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar hingerichtet und dann sein Auto gestohlen.

Pastor, Sohn und zwei Neffen hingerichtet

Sein Fahrzeug wurde dann benutzt, um Pastor Omar Tindano sowie zwei seiner Töchter, seinen Sohn und zwei Neffen zu entführen. Die beiden Töchter wurden am 13. Februar unversehrt freigelassen. Leider erfuhr man jedoch am Abend, dass Omar zusammen mit seinem Sohn und zwei Neffen hingerichtet worden war.

Babilé Lankoandé hatte zur Gründung der ersten Kirchen in der Region Sebba beigetragen. Ursprünglich aus Piedla stammend, liess er sich schliesslich dauerhaft in Sebba nieder.

2. Angriff gegen Christen in weniger als einer Woche

Omar Tindano war der ehemalige Präsident der Evangelischen Kirche der SIM in der Region Sebba. 1986 hatte er den christlichen Glauben angenommen.

Die Angriffe erfolgten nur wenige Tage, nachdem Bewaffnete am Sonntag, 9. Februar, während eines Gottesdienstes eine evangelische Kirche in Nagnounbougou in der östlichen Region angegriffen hatten. Unseren Quellen zufolge wurden dabei mindestens zwei Christen getötet, als sie versuchten, vor den Angreifern auf Motorrädern zu fliehen.

Gebet und Unterstützung nötig

«Die Christen in diesen Regionen brauchen dringend Gebet und Unterstützung. Sie sind traumatisiert und wissen nicht, wie sie mit all dieser Gewalt umgehen sollen. Sogar enge Freunde und Mitglieder der SIM-Kirche zögern, gegenüber Journalisten Einzelheiten weiterzugeben, aus Angst, weiter ins Visier genommen zu werden», kommentiert Illia Djadi, Spezialistin für «Open Doors» in Subsahara-Afrika.