18.10.2020 /
China
/ news

China: Regierung verwandelt Kirchen gewaltsam in Kulturzentren

In China verwandelt die Regierung Kirchen in «Kulturzentren», um die Christen zu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören.

Viele Kirchen in China sind gezwungen, sich in «sozialistische Kulturzentren» zu verwandeln. Auf diese Weise versucht der Staat, die chinesischen Christen zur Aufgabe ihres Glaubens zu bewegen.

Der Druck der chinesischen Behörden auf die Christen verstärkt sich. Im Dorf Yangzai musste die Flowing-Stream-Kirche seit einiger Zeit ihre Türen schliessen. Die Präsenz der Kirche im Herzen des Dorfes wurde damals als «ein Eingriff in die kulturellen Grundlagen des Dorfes» betrachtet.

In Kulturzentrum umgewandelt

Innerhalb weniger Tage verwandelten die lokalen Behörden den Ort in das «kulturelle Zentrum des Dorfes Yangzai». Dieses Zentrum fördert den chinesischen Sozialismus und Nationalismus. Auch eine andere Kirche in der Nähe von Yangzai erlitt dasselbe Schicksal.

Ein Experte der amerikanischen Zeitung «Time Magazine» erklärt diesen Ansatz: «Die chinesische Regierung befürchtet, dass sich ihre Bürger, vor allem die weniger gebildeten Schichten, eher dem Christentum als dem Nationalismus und Sozialismus zuwenden werden.»

Druck der chinesischen Regierung

Die chinesischen Behörden befürchten, dass die mangelnde Präsenz der kommunistischen Ideologie und ein «eintöniges kulturelles Leben» die Bürger zur Religion drängen könnten. Durch die Umwandlung einer Kirche in ein Kulturzentrum hofft die Regierung, dass die Christen ihren Glauben aufgeben und den Sozialismus annehmen. Kürzlich wurde in einem von den chinesischen Behörden veröffentlichten Video die «erfolgreiche Bekehrung von Christen (zum Sozialismus) durch Bildung» hervorgehoben.