18.07.2019 /
Eritrea
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Eritrea: Schliessung christlicher Krankenhäuser

In Eritrea hat die Regierung beschlossen, alle Gesundheitseinrichtungen von Christen zu schliessen. Damit wird jedoch den Schwächsten die Versorgung entzogen.

Am 12. Juni brachen Soldaten in einige Krankenhäuser in Eritrea ein um alle Patienten zu vertreiben. Einige mussten 25 Kilometer laufen, um nach Hause zu kommen. Laut dem englischen Fernsehsender BBC wurden 22 Krankenhäuser und kirchliche Kliniken geschlossen, wodurch Tausende von Menschen, von denen die meisten Frauen und Kinder sind, der Pflege beraubt wurden.

Daniela Kravetz, UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Eritrea, erklärte: «Dieser Beschluss wird das Recht auf Zugang zur Gesundheitsversorgung für Tausende von Menschen, insbesondere in abgelegenen ländlichen Gebieten, beeinträchtigen.»

Schwangere verhaftet

Noch ist der Grund für diese Schliessungswelle unbekannt, in der Zwischenzeit geht die Verhaftungswelle gegen Christen weiter.

  • Am 23. Juni brach die Polizei in die Kirche der «Faith Missions Church» in der Stadt Keren ein und verhaftete unter anderem schwangere Frauen und Kinder.
  • Am 10. Mai hielten die Behörden in Asmara pfingstliche Christen fest, darunter 104 Frauen, 23 Männer und 14 Kinder.

Seit 2002 anerkennt die Regierung nur noch vier Konfessionen: Orthodoxe, Katholiken, Lutheraner und sunnitische Muslime. Bislang wurden Kirchen, die einen Registrierungsantrag gestellt hatten, noch toleriert, aber das ist heute nicht mehr der Fall, da die «Faith Missions Church» in Keren ihren Antrag bereits 2002 gestellt hatte und noch immer auf eine Antwort der Behörden wartet(!).