24.01.2021 /
Indien
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Indien: Hindu-Extremisten schlagen Christin, sie verliert ihr Baby

Das Drama spielte sich in einem Dorf in Madhya Pradesh ab. Mehr als 35 Hindu-Extremisten stürmten kurz vor einem Gebetstreffen herein. Leela, im achten Monat schwanger, wurde in den Bauch getroffen. Sie verlor danach ihr Baby.

Leela und ihr Mann Rakesh leben in dem Dorf Devda in Madhya Pradesh. Am Abend des 31. Dezember hatten sie ihr Haus für die Gebetsversammlung geöffnet, die den Beginn des neuen Jahres markieren sollte. Mit Hilfe des Pastors und fünf weiterer Gemeindemitglieder bereiteten sie den Raum vor, als mehr als 35 Hindu-Extremisten hereinplatzten. Sie riefen antichristliche Parolen, beschlagnahmten Handys und begannen, die versammelten Christen mit Stöcken zu treten und zu schlagen.

Baby kommt nach schlag tot zur Welt

Leela, im achten Monat schwanger, versuchte sich zu schützen, aber einer der Angreifer versetzte ihr einen schweren Schlag in den Magen, so dass sie zu Boden sank. Unter schrecklichen Schmerzen und starken Wehen rief sie um Hilfe. Aber die anderen Christen, die ebenfalls angegriffen wurden, konnten ihr nicht helfen. Als die Extremisten abzogen, brachte Leela, deren heftiger Schlag die Geburt ausgelöst hatte, ein totgeborenes Kind zur Welt.

Polizei nimmt Klage nicht entgegen

Als die Polizei eintraf, alarmiert von einem der angegriffenen Christen, waren die Extremisten bereits geflohen. Seitdem versuchen die Christen des Dorfes, eine Beschwerde einzureichen, aber die Polizei weigert sich, ihnen zuzuhören.

Seit dem 6. Januar versammeln sie sich jeden Tag vor der Polizeistation, um zu versuchen, eine Beschwerde einzureichen, die von der Polizei nicht registriert wird. Zwischen 50 und 60 von ihnen, Pastoren und Gemeindemitglieder, demonstrieren für Gerechtigkeit und die Verfolgung der Angreifer - ohne Erfolg.

Leela ihrerseits hat sich immer noch nicht von dem Angriff erholt und befindet sich immer noch in Behandlung.