13.08.2021 /
Indien
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Indien: «Sie wollten mich töten, jetzt sind sie Christen!»

Mit Gott kann alles anders werden. Glauben Sie das? Kusum, eine christliche Witwe aus Indien, hat diese Erfahrung auch gemacht.

Kusum* wuchs in einer hinduistischen Familie auf. Seit sie sich zu Jesus bekennt und ihm nachfolgt, wird sie angegriffen und mit dem Tod bedroht. Kurz nach ihrer Bekehrung starb ihr Ehemann und einige Jahre später auch einer ihrer Söhne. Jedes Mal machten die Dorfbewohner ihren christlichen Glauben  für ihr Unglück verantwortlich.

Eines Nachts kam Kusums Schwiegervater zu ihrem Haus mit einer Axt, um sie zu töten. «Ich konnte nicht entkommen. So zog ich mich in eine Ecke zurück, sass nieder und betete still. Für mich war klar: Ich würde Jesus nicht verleugnen», erinnert sich Kusum. Sie wird vielleicht nie erfahren, was in diesen bangen Momenten genau  in ihrem Schwiegervater vorging. Aber schliesslich nahm er seine Axt und ging einfach.

Als die Partner von Open Doors Kusum 2016 zum ersten Mal besuchten, war sie traumatisiert. Dennoch war sie entschlossen, Jesus um jeden Preis treu zu bleiben. Das Team betete für sie und unterstützte sie, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnte.

Zehn Familien fanden im Lockdown zu Jesus 

So sieht Kusums Leben heute aus: «Ich gehe jeden Tag zu den verschiedenen Christen  in meinem Dorf, um mit ihnen zu beten. Zwischen den Besuchen erledige ich meine Hausarbeit. Wegen meines christlichen Glaubens verfolgten mich meine Schwiegerfamilie und die Dorfbewohner fortlaufend, aber jetzt kommen viele in meinem Dorf zu Jesus», freut sich Kusum. 

Seit dem Lockdown sind zehn neue Familien Christen geworden! Die meisten dieser Menschen waren krank und wurden geheilt, nachdem sie zur Kirche kamen. Aber für Kusum ist das Wertvollste, dass ihre Gebete erhört wurden – ihre nahen Angehörigen lernen nun Jesus kennen!

Kusum berichtet weiter: «Meine Schwiegereltern verfolgten mich vorher, aber jetzt glauben sie an Christus. Sie waren mehrmals zu mir nach Hause gekommen, um mich umzubringen. Ich habe treu für sie gebetet. Der Herr hat meine Gebete erhört, und jetzt sind sie gläubig. Alle ausser meinem Schwiegervater, aber auch er hat an christlichen Treffen teilgenommen. Jetzt bittet er mich auch, für ihn zu beten.»

Schwere Verfolgung in der grössten Demokratie der Welt

Am 15. August feiert Indien den 74. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Trotz seines demokratischen Systems werden die Minderheiten verfolgt. Die Covid-19-Krise hat die Lage der Christen noch weiter verschlechtert: viele von ihnen wurden von der Nahrungsmittelhilfe ausgeschlossen, anderen wurde die medizinische Versorgung verweigert.

Das Ziel der Hindu-Nationalisten an der Macht ist kein Geheimnis: Indien soll bis Ende des Jahres eine ausschliesslich hinduistische Nation sein. 

Es ist Zeit zu handeln! Open Doors ruft die Christen dazu auf, am 15. August in den sozialen Netzwerken Ermutigungsbotschaften unter dem Hashtag #StandForTruthIndia zu posten, um ihre indischen Geschwister zu unterstützen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

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