04.12.2015 /
Irak
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Irak: Sie schenken den Flüchtlingen neue Hoffnung

In den Lagern in Kurdistan sind die älteren Frauen eine Quelle der Hoffnung für die Flüchtlingsgemeinschaft. Ein Team von Open Doors hat sie besucht.

Für die christlichen Flüchtlingsfrauen war das Leben noch nie einfach. Bereits in Mossul erlitten viele von ihnen die täglichen Belästigungen der Männer, und in gewissen Stadtteilen wurde ihnen das Kopftuch aufgezwungen. Auch heute noch sind sie geprägt von den emotionalen Verletzungen, die diese Erfahrungen in ihren Leben hinterlassen haben und suchen nach ihrem Platz in der Gesellschaft und der Kirche.

Es sind die Frauen im reifen Alter, die durch ihren Hoffnungswillen die Triebkraft der Gemeinschaft sind. Man stellt fest, dass diese ihr Trauma am besten verarbeiten und in ihren Familien Hoffnung verbreiten. Man stellt fest, dass diese ihr Trauma am besten verarbeiten und in ihren Familien Hoffnung verbreiten.

Sie zögern nicht, unternehmerisch tätig zu werden, um ein Einkommen zu erwirtschaften. Eine von ihnen verbrachte mehrere Jahre in Europa und hat nun nach ihrer Rückkehr ein Café eröffnet mit der Hilfe lokaler Partner von Open Doors. Eine weitere hat an der Ecke ihres Wohncontainers einen Friseursalon eingerichtet. Dies sind Hoffnungsschimmer inmitten der Schwierigkeiten.

Für die jüngeren Frauen ist die Stellensuche angesichts der Sprachbarriere eine grosse Herausforderung. Und falls sie eine Arbeit finden, wer wird ihre Kinder betreuen? Die Flucht hat auch dem Studium vieler jungen Frauen ein jähes Ende gesetzt. Sie haben weniger Möglichkeiten, als die Männer, eine neue Existenz aufzubauen.

Das Gemeindeleben im Flüchtlingslager wird üblicherweise von Männern geleitet, aber dies beginnt sich zu ändern. «Mein Gebet und mein Anliegen ist es, Hunderte von Frauen zu schulen, damit auch sie ihren Platz in der Kirche finden», erklärt Makruhi*, eine erfahrene Ausbildnerin.

Open Doors unterstützt jeden Monat 10‘000 christliche Flüchtlingsfamilien im Nordirak mit Lebensmittelpaketen, die seine Partner verteilen. Aber auch die langfristige Hilfe (Kleinkredite, Schulungen für Existenzgründer usw.) bildet einen der Schwerpunkte der Arbeit von Open Doors. Sie hat zum Ziel, dass die Flüchtlinge ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten können. *Deckname

(Bild: Auch als Flüchtlingsfrau vermittelt sie Freude und Hoffnung)