22.08.2019 /
Iran
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Iran: Aus Deutschland ausgewiesene iranische Christin bei Ankunft verhaftet

Sie war nach ihrer Bekehrung aus dem Iran geflohen. Eine iranische Christin wurde nun aus Deutschland ausgewiesen und in Teheran noch auf dem Flughafen Teheran verhaftet.

Die iranischen Behörden verhafteten sie gleich nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen. Auf die Christin mit muslimischer Vergangenheit, Fatemeh Azad (58), wartet nun der Prozess im Iran.

Sie hatte ihr Land nach ihrer Bekehrung zum Christentum im Jahr 2015 verlassen, um der Verfolgung zu entgehen. Aber ihr Asylantrag wurde nun von Deutschland abgelehnt. Deshalb wurde sie trotz der Gefahr der Verfolgung in ihr Land zurückgeschickt.

Zwei ihrer Söhne, die mit ihr gekommen waren, durften auf deutschem Boden bleiben. Einem Dritten wird die Abschiebung angedroht.

Pastor bestätigt aufrichtigen Glauben

Fatemehs Anwalt sagte gegenüber der «Bild»-Zeitung, Azads Antrag sei «mit der Begründung abgelehnt worden, dass sie in ihrem Interview nicht in der Lage gewesen sei, ihr Engagement für den christlichen Glauben zu beweisen.»

Ihr Pastor in Deutschland bestätigte, dass sie an Gottesdiensten teilnahm und dass ihr Glaube aufrichtig sei.

Lange Haftstrafe könnte warten

Ein Mitglied der Regierungspartei in Deutschland, die CDU, sagte gegenüber der deutschen Rundfunk-Station «domradio.de», er sei «besorgt, dass Christen in Länder zurückgeschickt werden, in denen sie verfolgt werden.» Laut seinen Worten schickt Deutschland Asylbewerber in der Regel nicht in Länder zurück, in denen sie die Todesstrafe riskieren, unabhängig von der Begründung ihres Asylantrags.

Im Iran stehen Christen, die vom Islam weg konvertiert sind, vor der Todesstrafe, auch wenn sie seit vielen Jahren nicht mehr verhängt wird. Die Gerichte sprechen in der Regel lange Haftstrafen aus.