19.01.2015 /
Iran
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Iran: Erneut mehr als 20 Christen verhaftet

Nach Meldung des Nachrichtendienstes Middle East Concern (MEC) kam es im Iran am 25. und 26. Dezember 2014 zu zahlreichen Verhaftungen. Wenngleich einige der in Haft genommenen Christen nach intensiver Befragung wieder freigelassen wurden, folgen die Vorfälle einem seit Jahren konstanten Muster behördlicher Eingriffe: gezielte Einschüchterung, Schikane und Härte, verstärkt zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, mit besonders vielen Verhaftungen. Das Ziel ist offensichtlich: Christen sollen dazu gebracht werden, ihren Glauben aufzugeben.

Dringende Bitte um Gebet

Am 25. Dezember durchsuchten die Behörden ein Haus in Roudehen, westlich von Teheran. Neun Christen wurden verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. Bitte beten Sie für eine namentlich nicht bekannte Person sowie für:Mehdi Kiyan Ali Sadreddine Mohammad Kazemi Alireza NaseriAzin Foroodi Maryam Narimani Mohammad-Hossein Moridian und Matin

Am 26. Dezember drangen Sicherheitskräfte ins Haus des bekannten assyrischen Christen und Pastors Victor Bet-Tamarz ein, früher einer der Leiter in Teherans Shahr-Ara Gemeinde. Nachdem sie ihn, sein Haus und die etwa 15 Anwesenden untersucht sowie Bibeln, Mobiltelefone und Ausweispapiere konfisziert hatten, wurden alle verhaftet und verhört. Die meisten wurden danach zwar wieder freigelassen, weitere Verhöre wurden jedoch angekündigt. Pastor Victor wurde ins Evin Gefängnis nach Teheran gebracht.

Amin Khaki frei, aber …

Der am 5. März 2014 verhaftete Amin Khaki ist seit 3. Januar frei auf Kaution. Am 15. Dezember waren bereits Abdolreza Haghnejad und Reza Rabbani freigelassen sowie die jüngste Anklage und Haftverlängerung gegen Behnam Irani seitens der Behörden wieder zurückgenommen worden. Er befindet sich allerdings weiter in Haft, genauso wie Farshid Fathi, dessen Haftstrafe jüngst mit einer konstruierten Anklage um ein Jahr verlängert wurde. Die Haftbedingungen sind äusserst hart. Die inhaftierten Brüder und Schwestern erleiden unbeschreibliche innere Kämpfe und grosse äussere Bedrängnis.