23.11.2019 /
Iran
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Iran: Erneut wird Gerichtstermin verschleppt

Irans Justiz verschleppt einmal mehr den Fall mehrerer Christen. Mehrfach berichteten wir bereits über die juristische Lage der iranischen Pastoren-Familie Bet-Tamraz sowie weiterer Christen, die sich wegen ihres Glaubens vor der iranischen Gerichtbarkeit verantworten müssen.

Die  Berufungsanträge für Pastor Victor Bet-Tamraz, seine Frau Shamiram und sowie mehrere verurteilte Christen sollten zusammen verhandelt werden – einmal mehr verschleppte die Justiz die Fälle. Die Angeklagten sind zu Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren verurteilt worden.

Die für den 3. September angesetzte Verhandlung fand nicht statt, da der zuständige Richter nicht erschien.

Erneut verschleppt Justiz

Für den 13. November war ein weiterer Anhörungstermin festgelegt worden. Neben Pastor Victor und seiner Frau waren unter anderem die beiden Konvertiten Amin Nader Afshari und Kavian Fallah Mohammadi betroffen (verhaftet während einer Weihnachtsfeier im Dezember 2014) vorgeladen.

«Zu beschäftigt»

Nun wurde auch die Berufungsverhandlung vom 13. November mit der Begründung verschoben, das Gericht sei «zu beschäftigt». Einer der Verurteilten, Kavian, vermutet, der wahre Grund sei die Entschlossenheit von Pastor Victor, im Iran zu bleiben. Hintergrund: Eine häufig geübte Praxis der iranischen Behörden besteht darin, Leiter der christlichen Gemeinden zur Flucht ins Ausland zu drängen und dadurch die Gemeinden zu schwächen.