10.07.2020 /
Iran
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Iran: Gott erhört unsere Gebete

Sie waren Leiter in einem Hauskirchennetz im Iran, wo die Bekehrung zum Christentum ein Verbrechen ist. Diesen Mut bezahlen sie mit langen Gefängnisstrafen, aber Gott hat eine gute Nachricht für sie

«Die iranische Christen bitten um Gebet für drei Christen aus Rasht, deren Berufung gegen ihre zehnjährige Haftstrafe abgelehnt wurde.» Dieses Anliegen kommunizierten unsere iranischen Glaubensgeschwister im Mai 2018, denn sie wussten, dass sie auf ihre christliche Familie weltweit zählen konnten. Im Vertrauen auf Gott glaubten sie auch, dass ihre Gebete erhört würden.

Die freudige Botschaft kam am vergangenen 22. Juni: die Gefängnisstrafen gegen Pastor Yousef Nadarkhani und Zaman (Saheb) Fadaie waren auf sechs Jahre reduziert worden. Die Strafe von Mohammadreza (Yuhan) Omidi wurde auf zwei Jahre verkürzt; seine Freilassung wird für Juli erwartet. Es ist noch unbekannt, wie die Entscheidung bezüglich des vierten Gemeindemitglieds ausgefallen ist. Yasser Mossayebzadeh war zur gleichen Zeit verhaftet und verurteilt worden.

Die Freunde dieser Christen sind erleichtert über die baldige Freilassung von Yuhan. Natürlich sind sie froh, dass die Strafe von Yousef und Saheb verkürzt wurde. Doch sie hoffen, dass ihre Brüder von jeglicher Anklage bezüglich der friedlichen Ausübung ihres Glaubens freigesprochen werden.

Pastor Yousef Nadarkhani war zusammen mit seiner Frau Tina sowie Saheb, Yuhan und Yasser 2016 in Rasht gewaltsam verhaftet worden. Nach einer Gerichtsverhandlung im Juni 2017 wurden die vier Männer zu zehn Jahren Haft verurteilt. Anklagegrund war «Handeln gegen die nationale Sicherheit durch Propagieren von Hauskirchen und Fördern des zionistischen Christentums». Yousef und Yuhan wurden zudem zu zwei Jahren Exil im Süden des Landes verurteilt. Der Rechtsspruch wurde nach einer ersten Berufung im Mai 2018 bestätigt, aber das Wiederaufnahmeverfahren im Mai 2020 reduzierte die Strafen. Anscheinend werden nun die rechtlichen Möglichkeiten für eine neue Berufung geprüft.

Denken wir nicht nur an diese Christen im Gefängnis, sondern auch an ihre Familien, für die die Inhaftierung sehr hart ist. Sie haben mit vielen Sorgen zu kämpfen wie finanziellen Schwierigkeiten, Verwundbarkeit, Erniedrigung, Trennung usw. Aber am meisten leiden die Kinder, die ohne ihren Vater aufwachsen müssen. Ein anderer Christ sagte nach seiner Freilassung: «Mein Sohn war so klein, dass er mich zu vergessen begann.»

Diese Jahre sind schwierig für jene, die hinter Gittern sitzen und scheinen für immer verloren zu sein. Aber Gott nutzt diese Zeit und diese christlichen Häftlinge, um anderen Gefangenen das Evangelium weiterzugeben. Ein Christ, der ebenfalls eine Gefängnisstrafe verbüsst hatte, sagt: «Gott war mit mir, und ich konnte seine Liebe an diesem finsteren Ort teilen.» Die iranischen Christen im Gefängnis und ihre Familien sind sehr dankbar, dass Christen auf der ganzen Welt an sie denken. Ihr Gebet bedeutet ihnen sehr viel und sie danken Ihnen dafür.

 (Quelle: Middle East Concern)