07.08.2019 /
Kasachstan
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Kasachstan: Auf dem Weg zu einer Rekordzahl von Klagen im Jahr 2019

Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Klagen gegen Christen, Kirchen und christliche Buchhandlungen in Kasachstan «explodiert».

In Kasachstan wurden seit Anfang des Jahres 104 Klagen gegen Christen, Kirchen und christliche Buchhandlungen erhoben. Seit Januar nehmen die Klagen gegen Unternehmen, die christliche Literatur verkaufen, und gegen Christen, die religiöse Inhalte im Internet veröffentlichen, im Vergleich zu früheren Jahren markant zu.

Das Zusammenkommen wird für kasachische Christen immer schwieriger. Zwischen Januar und Juli 2019 zwangen die Behörden 28 Religionsgemeinschaften, vor Verwaltungsgerichten zu erscheinen.

Hohe Bussgelder

In der ersten Jahreshälfte 2019 wurden 18 Baptistische Gemeinden, eine Konfession, die von den kasachischen Behörden nicht anerkannt wird, vor Gericht gestellt. Sie werden der unbefugten Versammlung beschuldigt, sie erhielten Bussgelder in Höhe von ein bis zwei durchschnittlichen Monatsgehältern.

Fünf weitere protestantische Gemeinden wurden ebenfalls vor Gericht gestellt sowie zwei Christen wegen Verbreitung christlicher Literatur verhaftet. Sie wurden ebenfalls mit hohen Bussgeldern belegt.

Religionsfreiheit verschlechtert sich ständig

Ortsgemeinden berichten, dass sich ihre Religionsfreiheit allmählich verschlechtert. Registrierte Kirchen unterliegen immer mehr Kontrollen und immer mehr Einschränkungen. Zudem haben es registrierte Kirchen immer schwerer sich zu treffen.

Die kasachischen Behörden sind misstrauisch gegenüber dem Christentum, das sie als eine von den Russen mitgebrachte Religion betrachten. Einige (kontrollierte) Medien zögern nicht, Christen als Bedrohung für Sicherheit und Gesellschaft darzustellen.