27.11.2020 /
Kolumbien
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Kolumbien: «Dank Ihrer Gebete und Ihrer Unterstützung wurde mein Leben tiefgreifend verändert!»

Wenn man mit dem 22-jährigen Abnober (Bild) spricht, kann man sich nur schwer vorstellen, dass er früher Trost im Alkohol und in den Drogen suchte. Aber die Zeit im Kinderzentrum brachte für ihn und seine ganze Familie eine nachhaltige Lebenswende!

Abnober wuchs in einem Holzhaus an einem Fluss auf. Seine Familie fing Fische und ging im Wald auf die Jagd, um zu überleben. Sein Elternhaus war kein glückliches Zuhause. Sein Vater war Alkoholiker. Seine Mutter kannte Gott, aber sie hielt ihren christlichen Glauben vor ihrem Umfeld geheim. In Kolumbien erleben viele Gläubige aus indigenen Volksgruppen Verfolgung. Denn als Christen nehmen sie nicht an den traditionellen animistisch geprägten Festen und Stammesriten teil, und werden von der Gemeinschaft als Verräter betrachtet.

Abnober begann schon früh, sich mit den falschen Leuten abzugeben. Bereits mit 12 Jahren fingen er und seine Freunde an, Alkohol zu trinken und Drogen zu nehmen. Als er 14 war, beschlossen seine Eltern, ihn ins Kinderzentrum zu schicken, eine Internatsschule, die von Open Doors betrieben wird. Im Kinderzentrum begann Abnober sich schnell zu verändern: «Für mich ist dieser Ort ein grosser Segen, denn die Ausbildung ist hier viel besser als an meiner früheren Schule. Vor allem habe ich hier Menschen getroffen, die Gott lieben. Dadurch nahm mein Verständnis der Bibel zu und ich konnte geistlich wachsen. Heute ist es wie meine zweite Heimat.»

Erst nach einem Jahr kehrte Abnober für die Ferien wieder nach Hause zurück. Seine tiefgreifende Veränderung hatte auch positive Auswirkungen auf seine Familie: Seine Mutter begann, den Glauben auszuleben und auch sein Vater fand zum Glauben. Dies brachte jedoch auch Probleme mit sich, erklärt uns Abnober: «Meine Mutter hatte einen Job als Leiterin in der Kinderbetreuung, aber sie wurde entlassen, weil sie begann, den Kindern von Jesus zu erzählen, was die Stammesverantwortlichen nicht dulden wollten.» Abnobers Familie wohnt sehr nahe an einer der Drogenrouten Südamerikas. Seit seine Eltern Jesus nachfolgen, setzten sie sich zusammen mit einem Pastor aus der Gegend gegen den Drogenhandel ein und versuchen, Kinder vom Kokain-Handel fernzuhalten. Seither erhält sein Vater Morddrohungen.

Dennoch ist sich Abnober sicher, dass Gott für ihn und seine Familie sorgt und für die Zukunft hat er schon Pläne: «Ich würde nach Abschluss meines Studiums gerne als Informatiker arbeiten, um meiner Familie zu helfen und der Gesellschaft zu dienen.»