19.10.2018 /
Nigeria
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Nigeria: Leah Sharibu wird verschont, aber zur Sklavin von Boko Haram

Die junge Christin, der die Hinrichtung durch Boko Haram drohte, bleibt am Leben. Aber sie wird zur Sklavin der Islamisten.

Leah wurde verschont, aber von Boko Haram in Nigeria versklavt. Erst kürzlich hatten wir um Gebet für sie gebeten. Ganz herzlichen Dank all jenen, die im Gebet für sie eingestanden sind! 

Am 15. Oktober erhielt die nigerianische Online-Nachrichtenagentur «The Cable» eine Nachricht von der Terrorgruppe Boko Haram: «Ab heute sind Leah Sharibu und Alice Loksha Ngaddah unsere Sklavinnen. Nach unseren Lehren dürfen wir nun mit ihnen machen, was wir wollen.»

Leider enthielt die Botschaft eine weitere tragische und erschreckende Nachricht: «Wir haben unser Wort gehalten und Hauwa Liman, die fürs Internationale Rote Kreuz arbeitete, heute, am 15. Oktober, hingerichtet.»  Hauwa Liman, eine 24-jährige Hebamme, wurde im März 2018 zusammen mit Alice Loshka Ngaddah und zwei weiteren, erst kürzlich hingerichteten Entwicklungshelferinnen, entführt. 

Alice, eine christliche Krankenschwester, die für UNICEF tätig war, ist Mutter von zwei Kindern im Alter von 5 und 2 Jahren. Ihre Mutter, Sarah Ngaddah, starb nur zwei Monate nach Alices Entführung an den Folgen des erlittenen Traumas.

Nach dieser niederschmetternden Nachricht richtete Patricia Danzi, Regionaldirektorin des Roten Kreuzes für Afrika, folgende Bitte an die Entführer: «Wir bitten Sie, Leah und Alice zu verschonen und freizulassen. Die eine ist Studentin, die andere Krankenschwester. Sie werden nie an Kampfhandlungen teilnehmen.»

Yakubu Pam (Präsident der Christlichen Vereinigung Nigerias) und Imam Sheikh Mohammed Nuru Khalid trafen sich in der Hauptstadt Abuja. «Wir haben die Botschaft der Entführer gehört. Wir appellieren an ihr Gewissen, Leah freizulassen», sagte Yakubu Pam.

Leah und Alice sind am Leben! Lasst uns weiterhin gemeinsam mit vielen Christen auf der ganzen Welt für diese Situation beten. Betet auch für Leahs Eltern, dass sie sich in dieser Prüfung getragen wissen und unterstützt fühlen. «Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft», heißt es in der Bibel (Jakobus 5:16).