29.12.2019 /
Nigeria
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Nigeria: Sieben Christen am Weihnachtstag hingerichtet

Die Gruppe «Islamischer Staat in Westafrika» hat am 25. Dezember in Nigeria elf Geiseln hingerichtet, darunter sieben Christen und drei Muslime.

Die elf Opfer erscheinen in einem Video, das von der Terrorgruppe «Islamischer Staat in Westafrika» (ISWAP) veröffentlicht wurde. Sie wurden am Weihnachtstag in Nigeria hingerichtet. Die meisten Opfer (sieben von elf) waren Christen.

Zwei Gründe für die Hinrichtungen wurden angegeben:

Erstens: Rache für die Ermordung von zweien ihrer Führer (Abu bakr al Baghdadi im Irak und Abul-Hasan Al Muhajir in Syrien.

Zweitens: Die Weigerung der nigerianischen Regierung, einen Gefangenenaustausch zu akzeptieren (Gefangene im Austausch gegen von der Regierung gehaltene Mitglieder von Boko Haram).

UN-Generalsekretär «tief besorgt»

Nach dieser Tragödie gab UN-Generalsekretär Antonio Gutteres über seinen Sprecher diese Erklärung ab: «Der Generalsekretär ist zutiefst besorgt über die Berichte, dass im nördlichen Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias Zivilisten hingerichtet und andere von einer bewaffneten Gruppe entführt worden sind. Er drückt den Familien der Opfer sein tiefes Beileid aus und bekräftigt die Solidarität der Vereinten Nationen mit dem Volk und der Regierung Nigerias.»

Eine Splittergruppe der Boko Haram

Der «Islamische Staat in Westafrika» ist eine Splittergruppe der Terrorgruppe Boko Haram. Laut UNO zählt er zwischen 1500 bis 3500 Dschihadisten. Sie stehen unter der Führung von Abu Musab al-Barnawi, der direkt vom «Islamischen Staat» in Opposition zu Abubakr Shekau, dem Führer von Boko Haram, ernannt wurde.