27.09.2019 / news

Zentralasien: Von der eigenen Familie bestraft

«Du hast den fremden Gott angenommen!» Khans Taufe hat die Wut seiner Familie ausgelöst. Dafür muss er einen hohen Preis zahlen. 

Khan erlebt, was Jesus seine Jünger lehrte: «Ich bin gekommen, um zu entzweien.... und die nächsten Verwandten werden einander zu Feinden werden» (Matthäus 10:35). Khan* und Alesya* mussten mitansehen, wie ihr Eigentum zerstört wurde, und die Täter gehören ihrer eigenen Familie an! 

Er liess sich vor wenigen Wochen taufen. Khans Begeisterung war so gross, dass er seine Freude mit seinem Sohn Sukhob* teilen wollte. Der 13-Jährige reagierte vehement: «Du hast deinen ursprünglichen Glauben verraten! Du hast den fremden Gott angenommen! Du bist nicht mehr mein Vater!»

Am nächsten Tag, dem 12. September, rief der Junge Onkel, Tanten, Cousins zusammen und beschwerte sich vor der versammelten Familie über seinen Vater. «Mein Vater hat den Islam verraten und wollte mich zwingen, Christ zu werden», sagte Sukhob.

Wütend kam Khans Familie noch am selben Abend zu seinem Haus und fiel über ihn her. Khan hatte es gewagt, sich für Jesus zu entscheiden, sich taufen zu lassen und mit seinem Sohn über seinen Glauben zu sprechen! Der Zorn der Familienmitglieder kannte keine Grenzen: Sie töteten Khans Schafe, Hühner, Enten, Kaninchen und Hunde, seinen gesamten Tierbestand. Seine Scheune wurde niedergebrannt. Seine Ehefrau Alesya wurde aus dem Haus gejagt. «Sie ist schuldig, denn sie war die erste Christin in der Familie», begründete der Clan sein Handeln.

Dann befahlen sie dem Paar, den Ort zu verlassen. Nach letzten Meldungen ist Khan noch immer im Krankenhaus. Er erlitt mehrere Knochenbrüche und eine Gehirnerschütterung.

Khan war noch nicht Christ, als er Alesya heiratete. Sie betete für ihren Mann und er vertraute sein Leben Jesus an. Nun erfahren sie extreme Verfolgung im körperlichen, emotionalen und wirtschaftlichen Bereich ihres Lebens. Ihr Beispiel zeigt, was es für Christen mit muslimischem Hintergrund heisst, Jesus nachzufolgen, und welche Schande diese Entscheidung für die anderen Familienmitglieder bedeutet.

*Decknamen