05.11.2020 / Nigeria / news

Marcus Abana ist Pastor einer Gemeinde im Bundesstaat Adamawa im Norden Nigerias. 2014 verübte die islamisch-­extremistische Miliz Boko Haram im Umland der Stadt Mubi mehrere verheerende Angriffe. Die Kämpfer brannten Kirchen nieder, plünderten Dörfer und ermordeten Männer und Frauen. Die überlebenden Christen flohen, sodass sich die Gemeinde zerstreute.

05.11.2020 / Nigeria /, Kenia /, Äthiopien / news

Die gewaltsame Verfolgung hat in mehreren afrikanischen Ländern trotz der Covid-19-Lockdowns angehalten, insbesondere in Nigeria, wo gewalttätige Angriffe weiter zunehmen. Die Einschränkungen aufgrund der Pandemie haben die Auswirkungen der verfolgungsbedingten Gewalt noch verschärft. Christen werden von der Regierung oft diskriminiert und sind bei Hilfsmassnahmen als «Letzte an der Reihe». Die Lebensgrundlage der Schwächsten, wie etwa der Witwen, ist stärker bedroht denn je.

30.10.2020 / Sudan / news

Acht Leiter der sudanesischen Kirche Christi wurden im August 2017 verhaftet, nachdem sie sich geweigert hatten, Kircheneigentum und Verwaltungskontrolle an einen illegal eingesetzten Regierungsausschuss abzutreten. Dieses Vorgehen war Teil der Kampagne gegen die Christen des ehemaligen Präsidenten Omar al-Bashir, der im April 2019 abgesetzt wurde. Am 23. Oktober 2020 wurden diese Kirchenführer für nicht schuldig befunden. Ein weiteres Zeichen für die politische Öffnung des Sudan und die Absicht der neuen Regierung, die Religionsfreiheit wiederherzustellen.

23.10.2020 / Somalia / news

Wie die christliche Hilfsorganisation Middle East Concern berichtete, hat die Verhaftung eines christlichen Ehepaars wegen Besitzes von christlichem Material in Somaliland grosse Furcht unter den lokalen Christen ausgelöst und bereits einige zur Flucht ins Ausland veranlasst. Am 5. Oktober bestätigten die Behörden in einer Pressekonferenz die Verhaftung zweier Personen, denen vorgeworfen werde, vom Islam abgefallen zu sein und den christlichen Glauben verbreitet zu haben. Ausserdem betonten sie, dass sie eine Ausbreitung des christlichen Glaubens nicht dulden würden.

16.10.2020 / Bangladesch / news

Vor drei Wochen wurden in Bangladesch Dutzende von heimlichen Christinnen getauft. Der Ort wurde sorgfältig ausgewählt. Er musste sehr diskret sein, weit weg von den Behausungen und nur zu Fuss erreichbar. Ein mutiger Schritt, der zeigt, wie entschlossen sie in ihrem Glauben trotz der drohenden Verfolgung sind. Es kommt zunehmend zu Angriffen auf Christen und Kirchen durch lokale Gemeinschaften. Diskriminierung am Arbeitsplatz oder im Alltagsleben ist für Christen in Bangladesch weit verbreitet.