Es war an einem Tag im vergangenen August, kurz vor 20 Uhr, als die ersten Schüsse fielen. Die gut ausgerüsteten Angreifer vom muslimischem Volksstamm der Fulani plünderten und zerstörten in der folgenden Stunde 225 Farmen mitsamt erntereifem Getreide, zündeten 95 Häuser an und brannten die Kirche in Foron nieder – Gyangs Vater, der Pastor der Kirche, und zwei von Gyangs Brüdern verbrannten bei lebendigem Leib, seine Mutter wurde in ihrem Badezimmer erschossen, Gyangs dritter Bruder mit einer Machete erschlagen.

Unterdessen war der 27-jährige Gyang in der Stadt Jos, wo er Bauingenieurwesen studiert. Über Facebook erreichte ihn die Nachricht, dass sein Heimatdorf angegriffen und eine ganze Familie ausgelöscht wurde. Er begann zu zittern. „Mir wurde klar, dass möglicherweise von meiner Familie die Rede war“, erinnert er sich.

Gyang reiste am folgenden Morgen nach Foron. „Ich konnte nicht glauben, was ich dort sah.“ Sein Elternhaus war bis auf die Grundmauern abgebrannt, die Leichen seiner Familienangehörigen noch nicht geborgen. Gyang musste sie zusammen mit fünf weiteren Opfern in einem Massengrab beerdigen.

Sein Onkel hat Gyang jetzt erst einmal bei sich aufgenommen. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass alle meine Familienmitglieder weg sind und dass ich sie nie wiedersehen werde. Jeden Tag bete ich und hoffe, dass mich jemand aus diesem Alptraum aufweckt.“ Viele Fragen gehen Gyang durch den Kopf: „Warum hat Gott zugelassen, dass die Fulani meine Familie töten? Warum hat er zugelassen, dass ich vor dem Angriff zur Uni zurückgekehrt bin? Wie soll ich weiterleben? Wo soll ich anfangen?“

Open Doors unterstützt Gyang durch Partner in seinen materiellen Bedürfnissen, zum Beispiel mit seinem Schulgeld, und in seinen emotionalen Nöten, etwa durch eine Traumabehandlung. Auch Sie können Gyang unterstützen. Schreiben Sie ihm, ermutigen Sie ihn bis Ende Juni 2019 und lassen Sie ihn wissen, dass Sie für ihn beten.

 

Schreibanleitung:

  • Schreiben Sie in einfachem Englisch und in kurzen Sätzen. Falls Sie kein Englisch sprechen, können Sie Ihren Text mithilfe einer Gratis-Online-Software übersetzen. Die Hauptsache ist nicht sprachliche Perfektion, sondern dass der Empfänger den Sinn Ihrer Botschaft versteht.
  • Fassen Sie sich kurz, aber bleiben Sie dennoch konkret. Schreiben Sie etwa, was Ihr Gebet für Gyang ist. Ermutigen Sie ihn, an seinem Glauben an Jesus festzuhalten. Gerne können Sie auch einen Bibelvers zitieren, schicken Sie aber bitte nicht nur einen Vers allein, sondern fügen Sie auch einige persönliche Worte an.
  • Machen Sie Ihre Botschaft persönlich. Schreiben Sie zum Beispiel, aus welchem Land Sie kommen und nennen Sie Ihren Namen.
  • Kritisieren Sie nicht Nigeria oder die Politik des Landes.
  • Stecken Sie die Postkarte in einen Briefumschlag und senden Sie diesen an unsere Adresse : Open Doors, Praz-Roussy 4b, CH-1032 Romanel-s-Lausanne
  • Schreiben Sie die Adresse von Open Doors nicht auf die Karten.
  • Legen Sie kein Geld bei.
  • Geben Sie Ihre Adresse nicht bekannt, nur Ihren Namen und Ihr Land.
  • Erwähnen Sie Open Doors nie.
  • Wir werden Ihre Mitteilung weiterleiten.

Herzlichen Dank!

Infos Dezember 2018

 

Bild: Gyang Adamu aus Nigeria

 

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