Enormer Druck und starke Gewalt

«Christen daran erinnern, dass sie nicht alleine sind»

Während Gewalttaten gegen Christen und andere Minderheiten in den Nachrichten kommen und über prominente Fälle wie Asia Bibi in allen Medien berichtet wird, hören wir nur selten etwas vom täglichen Leben in einem Dorf wie dem, in dem Pastor Shahbaz* lebt. Hier unter den Bauern des ländlichen Pakistans und in den Slums der Metropolen stehen die Christen unter sehr großem Druck. Während ein Bombenangriff das Leben eines Menschen in einem Augenblick beendet, lässt der konstante Druck es langsam dahinschwinden.

Gefangene im eigenen Zuhause

Es macht Shahbaz* zutiefst traurig, dass ihre Frauen und Töchter fast wie Gefangene leben. «Ich sehe, wie sich die Mädchen in ihren Häusern verstecken. Sie können kein normales Leben führen, sich frei bewegen oder Freunde auf dem Feld treffen. In der Vergangenheit schlossen sie ich in der Erntezeit ihren Müttern an und brachten Weizen und Geld nach Hause. Dies würde die Familie für einen Großteil des Jahres über die Runden bringen. Nun wagen wir es nicht, unsere Töchter rauszuschicken. Hier haben wir ständig Angst vor der Lehre des lokalen Mullahs in der Moschee. Sie inspiriert die jungen muslimischen Männer, unsere jungen Leute dazu zu zwingen, zum Islam zu konvertieren.» Und wenn Bekehrung das Ziel ist, sind Entführung und Vergewaltigung die Mittel.

Diese christlichen Familien haben weniger Hände für die Arbeit zur Verfügung. Daher gibt es weniger Einkommen und weniger Weizen für die Familie zu essen. Ihr Lebensstandard hat sich verschlechtert.

Ständiger Druck

Shahbaz und die Mitglieder seiner Kirche leben in deinem Dorf mit einer erdrückenden muslimischen Mehrheit. Die Moscheen verbreiten täglich Hass und Ekel. Und dann ist da noch das berüchtigte Blasphemiegesetz Pakistans. Jedem kann vorgeworfen werden, den Islam beleidigt zu haben. Wenn dies geschieht, ist dein Leben im Wesentlichen vorbei. Du wirst Jahre im Gefängnis verbringen und dir droht die Todesstrafe. Wenn du freigesprochen wirst, musst du untertauchen, da Extremisten dich töten könnten.

Dieser Druck ist genau der Grund, warum unser Partnernetzwerk eine Landwirtschaftsinitiative, Alphabetisierungskurse und Berufsbildungskurse für Mädchen und Frauen gestartet hat. Shahbaz* arbeitet seit über 30 Jahren in unserem Partnernetzwerk, das jedes Jahr Tausende von Christen begleitet und mit Bildung und Berufskursen unterstützt. «In diesen 30 Jahren ist das Leben nur noch schwieriger geworden. Ich schaue in die Augen der jüngeren Pastoren und Diakonen und sehe die Auswirkungen der täglichen Einschüchterungen und Angst. Ich muss mich daran erinnern, wie unsicher ich selber war. Aber durch das Wort Gottes, die Gemeinschaft, die pastorale Ausbildung und die Ressourcen von euch wurde ich gestärkt.»

Ihr seid nicht allein!

Einer der Koordinatoren erzählt: «Hier geht es darum, Christen zu begleiten und auszurüsten, damit sie nicht mangels Ressourcen, Ausbildung und Wissen zurückgehalten werden. Ein Christ sollte niemals sagen müssen: ‚Ich war allein und niemand hat mir geholfen, also wurde ich Muslim’. Christ zu sein bedeutet, Jesus zu haben. Es bedeutet, niemals allein zu sein. Unsere Aufgabe ist es, die Christen ständig daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind. Sie sind ‚Emmanuel-Leute’ – Gott mit uns.»

Dank Ihnen können wir unsere Partner in diesem Netzwerk ausrüsten, um diesen von Armut betroffenen, geistlich entmutigten Gemeinschaften beizustehen. Ihre Gebete und Ihre finanzielle Unterstützung sind mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, sie geben diesen Menschen ganz konkret «Hoffnung und eine Zukunft». /

* Name geändert

Berufsbildungskurs für 1 Frau (pro Monat) – CHF 85

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