Wir erhalten nicht für jede unserer Schreibaktionen eine Rückmeldung, aber wenn wir eine bekommen, veröffentlichen wir sie hier, denn sie ermutigen uns, in unserem konkreten und praktischen Einsatz für die verfolgten Christen nicht nachzulassen.

Update Schreibaktion für Trinity (Indonesien): Dezember 2018

Trinity (5) ist eines der Kinderopfer des Bombenanschlags auf eine Kirche in der indonesischen Stadt Samarinda (Insel Borneo) vom November 2016.



Sie erlitt schwere Verbrennungen. Im September hatte sie die dritte Operation in China, um ihre schwer verletzte linke Hand zu reparieren. Nach der Operation soll eine Therapie folgen, die ihr hilft, Ellbogen und Finger zu richten und beugen.

Beten wir weiter für Trinity, aber auch für Alvaro (6), der schwere ­Verbrennungen erlitten hat, und Anita (4), die immer noch stark traumatisiert ist. Wir danken allen Freunden, die sich an der Schreibaktion beteiligt haben, Bilder gemalt und Karten gebastelt haben.

Info: Mag Dezember 2018

Update Schreibaktion für Zita aus Kamerun

Zita*, Kamerun: «So eine Liebe habe ich nie erlebt!»

Die 16-jährige Zita aus Kamerun war überglücklich: In ihren Händen hielt sie Briefe aus Ländern wie die Schweiz, Österreich, den USA, Polen oder Paraguay. Aus aller Welt hatten Christen ihr Briefe geschrieben, um die junge Frau zur ermutigen.

Im Mai endete diese Schreibaktion von Open Doors, doch Zita ist weiterhin dringend auf die Unterstützung ihrer Glaubensgeschwister angewiesen.

«Noch drei Monate, dann bist Du erledigt!»
Zita wuchs bei verschiedenen Familien auf, doch ihre Verwandtschaft ist überwiegend muslimisch. Als sie 2015 eine klare Entscheidung für ein Leben als Christin traf, reagierte ihre Familie mit Schlägen und Drohungen. Um ihr Leben zu retten, floh sie und fand in einer christlichen Familie Zuflucht. Dennoch muss sie weiterhin regelmässig ihre eigene Familie besuchen. «Sie sagen, wenn ich nicht komme, werden sie meiner neuen Familie etwas antun», klagt Zita.
Die so erzwungenen Besuche sind für die junge Frau eine starke Belastung. Eine Zeitlang ignorierte sie die mehr oder weniger subtilen Drohungen ihrer Verwandten. Das änderte sich während eines Gesprächs mit ihrer Tante im Wohnzimmer. «Sie sagte mir, wenn ich weiter darauf bestehen würde, den Christen nachzulaufen, würden sie mir höchstens drei Monate geben, und dann sei ich erledigt», erklärt Zita unter Tränen.

Grosse Freude und eine besondere Sehnsucht
Solche Drohungen verstärken eine tiefe Sehnsucht in Zita – die nach der Familie ihrer leiblichen Mutter, die sie nie kennenlernen durfte. Diese war selbst Christin, musste deshalb ihre Tochter jedoch schon im Alter von acht Monaten an die Familie abgeben, in der Zita aufwuchs. Nicht lange darauf starb sie. Nun wünscht sich Zita sehnlich, ihre Verwandten mütterlicherseits zu finden. Doch alle Mühen waren bislang vergebens.
Die regelmässigen Besuche von Open Doors, besonders aber die zahlreichen Karten sind für Zita eine unschätzbare Ermutigung. «Vielen Dank. Ich weiß, dass alles, was ihr tut, aus Liebe geschieht. Bis ich zu Christus fand, habe ich solche Liebe nie erlebt! Ich preise Gott dafür und danke ihm für euch.»

Zita braucht auch weiterhin unsere Gebete:

  • Beten wir, dass Jesus Zita tröstet und ihr genügend Kraft schenkt, um allen Drohungen und Enttäuschungen standzuhalten.
  • Beten wir für Zitas alte Familie, dass die Drohungen aufhören und sie ihre Herzen für das Evangelium öffnen.
  • Beten wir für Zita und alle Christen in Kamerun, die wegen ihres Glaubens Ähnliches erleiden: dass Jesus allen inneren Mangel ausfüllt und sie Gottes Frieden erleben.

* Name geändert

Maryam, Iran: «Ich dachte, ich sei vergessen im Gefängnis»



Sie war überwältigt: Maryam hatte keine Ahnung, dass während ihrer Haft in einem iranischen Gefängnis Tausende für sie gebetet und ihr Hunderte Karten geschrieben hatten. Entdecken Sie ihre Reaktion.

Wir sagten Myriam, dass Tausende Menschen für sie beteten, als sie hinter Gittern sass, und dass ihr Hunderte ermutigende Worte schickten. Sie war sehr überrascht: «Wirklich? So viele? Davon wusste ich nichts!» Sie konnte es kaum glauben. «Ich dachte, ich sei vergessen, aber so viele Leute dachten an mich!»

Die Behörden hielten Maryams Post zurück, als sie im Gefängnis war, aber wir konnten ihr einige gescannte Botschaften zeigen. Die erste kam von einer 11-jährigen Abigail aus Australien. Eine farbenfrohe Karte, die mit fröhlichen Aufklebern verziert war. Als die ersten Worte für sie übersetzt wurden, begrub Maryam ihr Gesicht in den Händen und begann zu schluchzen.

«Die Kinder fehlten mir so sehr», sagte sie unter Tränen. «Ich war ihre Musiklehrerin», sagt sie, «und ich weinte im Gefängnis am Anfang des neuen Schuljahres jeden Tag. Vier Jahre lang sah ich keine Kinder.» Sie blickte wieder auf die Karten und lächelte hinter einem Tränenschleier. «Jetzt verstehe ich, dass nicht nur ich an die Kinder dachte, die Kinder haben auch an mich gedacht und sogar für mich gebetet!» Maryam dankt all jenen, die an sie dachten, als sie inhaftiert war: «Für mich ist es wie ein Wunder, dass so viele Menschen für mich gebetet haben, sogar in Ländern, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. Es gibt mir wirklich viel Kraft, und ich danke Ihnen allen ganz herzlich. Ich werde Ihnen wahrscheinlich nie begegnen, mit Ihnen sprechen, Sie umarmen und Ihnen sagen können, dass ich Sie liebe, aber ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen. Wir sind eine Familie in Jesus.»
 
Es gehe ihr gut, versichert Maryam, aber ihr Körper habe sich noch nicht an das Leben außerhalb des Gefängnisses gewöhnt: «Ich habe Schlafstörungen und keinen Appetit.»

Maryam Naghash Zargaran wurde im August 2017 freigelassen. Sie bezahlte ihren Glauben mit einer vierjährigen Haftstrafe. «Als ich das Gefängnis verliess, hatte ich unbändige Lust zu rennen, rennen, rennen, ohne von einer Mauer eingeengt zu sein! Ich hätte auch losfahren wollen ohne anzuhalten. Aber im Verkehr von Teheran ist dies ohnehin unmöglich!», meinte sie abschliessend.

Video des Treffens mit Maryam:

Update Schreibaktion für Trinity (Indonesien)

Trinity sagt Danke für Ihre Briefe und Ihre Unterstützung.

Video Links unten:

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Update Schreibaktion für Jeovani, Dieu-Fera und Steven

Am 14. April 2013 feuerten Seleka-Rebellen eine raketengetriebene Granate auf die Brüdergemeinde im Stadtteil Cité Jean XXIII in der Hauptstadt Bangui. Bei der Explosion kamen sieben Menschen ums Leben, mindestens 33 wurden schwer verletzt – darunter auch die drei Jungen Jeovani Mongounou, Dieu-Fera Zinon und Steven Malengou, denen aufgrund ihrer Verletzungen Beine amputiert werden mussten. Open Doors besuchte sie kürzlich.

Danke Ihren Spenden konnten wir die Jungen und ihre Familien durch Präsenzdienst, mit Prothesen und mit der Übernahme ihrer Schulgebühren unterstützen. Auch nach dem Ende der Schreibkampagne erhalten sie und ihre Familien weiter Unterstützung.

Jeovani

Jeovani, dem beide Beine amputiert werden mussten, hat einen langen und frustrierenden Weg der Rehabilitation hinter sich, der noch nicht zu Ende ist. Die ersten Prothesen, die er erhielt, waren von schlechter Qualität. Open Doors besorgte neue Prothesen für ihn. Mittlerweile kann er mit nur einer Krücke laufen.

Ein Mitarbeiter erzählt: «Die Briefe aus dem Ausland haben Jeovani sehr berührt. Er erzählt seinen Freunden, dass sich Menschen aus dem Ausland um ihn sorgen, und zeigt ihnen Karten, Briefe und Bilder von Kindern aus aller Welt. Selbst wenn er kein Englisch versteht, sprechen die Bilder zu ihm.»

 

Dieu-Fera

Bei einem Besuch unserer Mitarbeiter spielte Dieu-Fera draußen Fußball mit seinen Freunden – ein ermutigendes Zeichen. Seine Großmutter, die sich seit dem Tod seiner Mutter um ihn kümmert, berichtete, dass es ihm gut geht, dass er bei guter Gesundheit ist und gute Schulleistungen bringt.

Mit seiner Prothese kann Dieu-Fera gehen, rennen und sogar Fußball spielen. Er und seine Familie sind jedoch weiterhin auf Gebete angewiesen. Mit den landwirtschaftlichen Produkten, die seine Großmutter verkauft, kommen sie gerade so über die Runden. Sein Vater ist arbeitslos. Die Familie leidet sowohl finanziell als auch emotional.

 

Steven

Auch Steven ist äußerst dankbar für die Unterstützung von Open Doors. Als ihn unsere Mitarbeiter besuchten, sahen sie, dass Steven seine Prothese nicht mehr genutzt hatte, weil sie zu klein geworden war. Seither hat er jedoch eine neue Prothese erhalten. Unser Mitarbeiter sagt: «Steven freut sich über sämtliche Briefe, weil er jeweils die Gelegenheit hat, sie seinen Freunden zu zeigen. Das ist immer ein glücklicher Moment für ihn.»

«Ich bete, dass Gott die Unterstützer, die mir geholfen haben, ebenfalls segnet», so Dieu-Fera. Auch wir danken Ihnen für all Ihre Gebete und Ihre Unterstützung! /

 

>> Ich bin so glücklich, dass mein Sohn alleine in die Schule laufen kann!»
Jeovanis Mutter

Update Schreibaktion für Sintayehu aus Äthiopien

Vor sieben Jahren trafen Mitarbeitende von Open Doors zum ersten Mal mit Sintayehu zusammen. Extremisten hatten ihren Mann Markos Lagiso wegen dessen finanzieller Unterstützung einer Kirchgemeinde ermordet, die sich um Aufklärung eines Überfalls im Vorjahr bemühte. Der Tod ihres geliebten Markos hatte die siebenfache Mutter in große Verzweiflung gestürzt. Doch nach dem Zerbruch erlebte Sintayehu, wie Gott sie versorgte und seine Freude langsam in ihr Leben zurückkehrte. Bei ihrem letzten Besuch fanden unsere Mitarbeitenden eine Frau vor, die Gottes Treue bekundet.

Markos war zu Lebzeiten ein erfolgreicher Restaurantbesitzer. Sintayehus Versuch, das Geschäft weiterzuführen, scheiterte. Sie und ihre Familie lebten zudem in einem von Muslimen geprägten Umfeld und mussten viele Feindseligkeiten erdulden, sodass sie schließlich die Region verließen. Die Erziehung ihrer Kinder ohne die Hilfe des Vaters erwies sich als zunehmend problematisch. Der älteste Sohn begab sich auf Abwege, der zweite gab die Schule auf, um gegen den Willen der Mutter Geld für die in Not geratene Familie zu verdienen. 2011 war ihr Sohn Takaglin in einen Autounfall verwickelt, bei dem zwei Personen starben und ein weiterer Sohn, Abush, starb im gleichen Jahr bei einem Arbeitsunfall. Zusätzlich beschwerte ihr Gemüt, dass der Mörder ihres Mannes bereits nach der Hälfte der verbüßten Haftzeit wieder auf freiem Fuß war. Umso mehr schätzte Sintayehu die Hilfe von Christen in ihrer Umgebung und von Open Doors. «Dass ihr in meiner Not bei mir wart, hat mein Herz berührt. Ihr habt mir Hoffnung zurückgebracht.»

Eine Schreibaktion von Open Doors und Besuche von Christen aus dem Ausland zeigten der Familie, dass Christen aus aller Welt für sie beten. «Das sind für uns Zeichen wahrer Barmherzigkeit. Dass Christen, die uns gar nicht kennen, sogar zu uns in unser Dorf kommen, hat uns sehr bewegt», berichtete Sintayehu dankbar. Bei jedem Besuch schüttete sie ihr Herz aus und bat um Gebet.

Ihr ältester Sohn ist nun wieder auf gutem Weg. «Sein Herz ist ganz auf Gott ausgerichtet. Er gibt überall das Evangelium weiter.» Als er von einem Freund gefragt wurde, warum er das Blut seines Vaters nicht rächt, antwortete er: «Es schmerzt mich, dass mein Vater ermordet wurde. Doch mit Blick auf das Evangelium ist der Tod meines Vaters nichts Ungewöhnliches. Andere haben vor ihm für Christus ihr Leben gelassen. Vergeltung ist hier fehl am Platz. Mein Vater ist nicht umsonst gestorben, sondern für den Namen Jesus. Und das ist mir eine Ehre.»

Auch die 18-jährige Tochter Mihret bekennt froh ihren Glauben. «Ich lese so gerne Gottes Wort und gehe in die Gottesdienste. Ich singe dort auch im Chor mit.»

Sintayehu hat an einem von Open Doors arrangierten Trauma-Seelsorge-Seminar für Witwen teilgenommen und wird nun selbst anderen Witwen helfen. «Mein Mann und ich haben vor seinem Tod 20 Jahre dem Herrn gedient. Nun habe ich einen neuen Auftrag. Ich habe erkannt, dass Gott bei mir ist und mich emporhebt - ganz egal wie hart ich falle.»

Open Doors hat die Familie finanziell unterstützt. Inzwischen konnte Sintayehu ein Restaurant eröffnen und sie lebt mit ihren Kindern in einem eigenen Haus. «Ich danke Gott. Viele Menschen haben mich nach dem Tod meines Mannes ermutigt und unterstützt.» Auf die Frage, was das Geheimnis ihres starken Glaubens sei, antwortet Sintayehu sofort: «Da gibt es kein Geheimnis. Es ist einfach Gott. Sein Trost und seine Kraft haben mein Herz gestärkt, in meinem Glauben an Jesus Christus nicht aufzugeben, ganz gleich, was geschieht.»

Info: Stand Juli 2016

Update Schreibaktion für Damaris aus Kenia

Damaris war acht Tage verheiratet, als ihr Mann 2012 bei einer Evangelisation ermordet wurde. 2013 fand eine Schreibaktion für sie statt. Vier Jahre nach dem Drama haben wir sie wieder getroffen. Sie ist nicht mehr wiederzuerkennen. Sie trägt ein rotes Kleid und dazu passende Schuhe, die Haare sind offen. Wie ist es ihr ergangen?

«Es war die schwierigste Zeit meines Lebens. Ich fühlte mich von Gott verlassen. Ich konnte nicht mehr beten und war mir meiner Rettung nicht mehr sicher. Viele Leute kamen und trösteten mich. Ich konnte mich aber nicht konzentrieren und vergaß, was sie sagten. Nach einer Zeit war ich wieder allein. Ich hatte das Gefühl, die ganze Welt sei gegen mich und dachte darüber nach, mein Leben zu beenden. Doch jedes Mal, wenn ich die Bibel öffnete, fand ich einen Vers, der in meine Situation passte. Dann erhielt ich all die Briefe. Das war das erste Mal, dass ich wieder lachte. Gleichzeitig musste ich weinen, weil der Inhalt mich berührte. Ich dachte: ‘Da sind wirklich Leute da draußen, die für mich beten und sich mit meiner Situation befassen.’ Ich begann wieder zu beten, weil ich mir sagte: ‘Wenn diese Leute für mich beten, dann stehe ich auch auf und bete.’

Nach dieser Erfahrung ist es für mich einfacher, Herausforderungen anzugehen. Wenn ich vor schwierigen Entscheidungen stehe, denke ich: ‘Du hast den Tod deines Mannes überwunden. Du schaffst das auch.’ Manchmal danke ich Jesus für das Erfahrene. Es hat mich stärker gemacht. In meinem Dienst weiß ich nun, dass ich einem Gott diene, der Wunden heilt, die kein Mensch behandeln kann. Ich lebe, um Gottes Güte zu bezeugen. Eine neue Zeit hat begonnen.»

Info: Stand Juli 2016

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