Bhutan
Flagge
Regierungschef
Tshering Tobgay
Bevölkerung
817 000
Christen
30 000
Hauptreligion
Mahayana Buddhismus
Staatsform
Königreich


Überblick

Bhutan erklärte sich im März 2008 zu einer parlamentarischen Demokratie. Seitdem öffnet sich das Land kontinuierlich gegenüber dem Westen. Das Leben der Einwohner konzentriert sich jedoch weiterhin auf den Buddhismus und die buddhistische Kultur. Jede Person, die sich außerhalb dieser zwei Angel- und Drehpunkte bewegt, ist verdächtig. Die Stimmen religiöser Minderheiten werden weder von der Gesellschaft noch von der Regierung beachtet.
 

Zur Situation der Christen

  • Die Christen leben hauptsächlich in den Städten und im Süden des Landes. Die meisten von ihnen sind nepalesischer Herkunft. Es gibt eine Minderheit römischer Katholiken, die Mehrheit der Christen ist evangelisch bzw. gehört zu einer Pfingstgemeinde.
  • Das Christentum wird als fremde Religion betrachtet, die das buddhistische spirituelle Erbe des Landes bedroht. Der Staat überwacht Christen und lokale Religionsführer setzen sie unter Druck. Dasselbe geschieht in der eigenen Familie. Täglich sind Christen mit administrativen Schikanen konfrontiert. Da keine Kirche vom Staat offiziell anerkannt ist, treffen sie sich illegal im Untergrund.
  • Die ersten Jesuitenmissionaren kamen 1626 nach Bhutan. Ihr Glaube etablierte sich aber nicht. 1963 wurde ein kanadischer Jesuitenpriester vom König, der das Land modernisieren wollte, eingeladen, ein englischsprachiges Schulsystem zu entwickeln.
     

Weitere religiös verfolgte Gruppen

Jeder öffentliche Ausdruck einer anderen Religion als des Buddhismus ist verboten.
 

Rückblick auf die letzten 5 Jahre

Im Verlauf der vergangenen 5 Jahre hat die Verfolgung zugenommen, allerdings ohne gewalttätige Ausprägung. Die höheren Werte des WVI spiegeln die vielen Schwierigkeiten wider, denen Christen mit einem buddhistischen oder animistischen Hintergrund in ihrem Alltag in den verschiedenen Lebensbereichen ausgesetzt sind. In der bhutanischen Gesellschaft gibt es keinen Platz für Christen. Sie werden u.a. in der Schule diskriminiert und am Arbeitsplatz ins Abseits gedrängt. Sie gelten eigentlich als Ausländer, deren Einfluss in einem buddhistischen Land nicht angemessen sei.

Christenverfolgung

Rang im Index: 
33
Rang im letztjährigen Index: 
33