Dschibuti
Flagge
Regierungschef
Präsident Ismail Omar Guelleh
Bevölkerung
911 000
Christen
11 100
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Republik


Überblick

Dschibuti, am Horn von Afrika an der Meerenge zwischen Rotem Meer und Indischem Ozean, liegt aufgrund seiner günstigen geographischen Lage an einer stark befahrenen Schifffahrtsroute, ist aber umgeben von instabilen und repressiven Ländern wie Eritrea, Äthiopien, Somalia und Jemen. Der Islam als Staatsreligion ist tief in der Gesellschaft verwurzelt, über 90 % der Bevölkerung ist muslimisch. Aber auch das Christentum mit seinen engen Bindungen zum benachbarten Äthiopien hat das Land beeinflusst. Das diktatorisches Regime Dschibutis stützt sich auf das Scharia-Recht. Es gibt weder Versammlungs-, Meinungs- noch Pressefreiheit. Trotz der 11 000 Christen im Land, hat keiner von ihnen ein politisches Amt inne. Ihre Rolle und Beteiligung am politischen Prozess ist begrenzt oder gar nicht vorhanden. Der Einfluss Somalias und Jemens ermöglicht dem IS eine Basis im Land und die strategische Lage am Golf von Aden gilt vielen Dschihadisten als Transitland. Beides interlässt Spuren im Land.

Zur Situation der Christen

  • Christen leiden, weil der Islam Leben und Funktionieren des Staates bestimmt. Konvertiten sind vom Erbrecht ausgenommen und bekommen kein Sorgerecht für die Kinder zugesprochen. Einige Imame benutzen die Predigten am Freitagabend, um Christen lächerlich zu machen. Die Behörden schützen Christen nicht, wenn sie angegriffen werden. 
  • Einheimische Christen mit einem muslimischen Hintergrund werden am meisten verfolgt, vor allem dann, wenn ihre Familien und das gesellschaftliche Umfeld ihren Glauben entdecken. Aus diesem Grund leben sie ihn unter grosser Lebensgefahr aus.

Christenverfolgung

Rang im Index: 
50
Rang im letztjährigen Index: 
40