Laos
Flagge
Regierungschef
Boungnang Vorachith
Bevölkerung
6 961 000
Christen
225 000
Hauptreligion
Buddhismus
Staatsform
Kommunistischer Staat


Überblick

Laos zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Als Binnenstaat ist es wirtschaftlich und politisch von seinen zwei einflussreichen Nachbarn China und Vietnam abhängig. Die regierende kommunistische Partei strebt keine demokratischen Reformen an und überwacht seine Bürger genau. Fast die Hälfte der Bevölkerung besteht aus ethnischen Minderheiten. Der Buddhismus ist in Gesellschaft und Kultur äußerst präsent.
 

Zur Situation der Christen

  • Zwei Drittel der Christen sind evangelisch und ein Drittel katholisch. Die laotische Mehrheit ist katholisch, während ethnischen Minderheiten, wie die Hmong oder Khmu, d.h. die Hälfte der christlichen Bevölkerung, evangelisch geprägt sind.
  • Die Staatsmacht überwacht und kontrolliert alle religiösen Aktivitäten. Alle Versammlungen müssen deklariert werden, weshalb sich Hauskirchen im Verborgenen organisieren. Neubekehrte Christen werden von der Gemeinschaft ausgeschlossen und von ihren Großfamilien, lokalen Behörden und religiösen Führern verfolgt.
  • Das Christentum fasste im 1878 Fuß, als katholische Missionare auf einer Insel im Mekong eine Niederlassung gründeten. Evangelische Strömungen entstanden ab 1948 und wurden von der durch die laotische Mehrheit dominierte Khmer-Minderheit und anderen ethnischen Minderheiten mit großer Begeisterung aufgenommen. In den 1970er-Jahren startete das kommunistische Regime seine Bemühungen, das Christentum auszurotten, jedoch ohne Erfolg.
     

Beispiel der Verfolgung

Laufend im 2018 – Das im Jahr 2017 erlassene restriktive Vereinsgesetz wirkt sich mittlerweile auf die religiösen Aktivitäten der Gemeinden aus. Jedes Treffen bedarf der vorherigen Zustimmung durch die Behörden. Eine Anforderung, die der buddhistische Klerus nicht erfüllen muss.
 

Rückblick auf die letzten 5 Jahre

  • In Laos präsentiert sich der Kommunismus wie in China und anderen Ländern auch: Der Fokus liegt auf der kommunistischen Rhetorik, der Umsetzung des neuen Vereinsgesetzes, das Zusammenkünfte erschwert, und der Beurteilung des christlichen Glaubens als fremde Religion: Der Staat unternimmt alles, um das Christentum einzudämmen.
  • Der Level der Verfolgung, sowohl subtiler Druck wie auch offene Gewalt, nimmt seit 2014 zu. Sichtbar wird das an drei Gegebenheiten: erstens werden Kirchen geschlossen, zweitens lebt die kommunistische Ideologie wieder auf, wie auch das Stammesdenken, indem drittens die kulturellen Bräuche vermehrt wieder am Ahnenkult und Geisterglauben ausgerichtet werden, was zur Vertreibung der Christen aus ihren Dörfern führt.

Christenverfolgung

Rang im Index: 
19
Rang im letztjährigen Index: 
20