18.03.2005 /
Indien
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Angegriffene Christen werden vor Gericht aussagen

(Open Doors) – Nach einem gewalttätigen Angriff auf eine Gebetsversammlung werden Christen aus einem kleinen indischen Dorf in Madhya Pradesh am 9. März vor Gericht ihre Aussagen machen.Vier mit Holzplanken bewaffnete Angehörige einer radikalen Hindu-Gruppe hatten die Zusammenkunft am 23. Februar unterbrochen und einige Christen schwer verletzt. Das Treffen war von den Dorfoberen und der Polizei genehmigt worden, zwei anwesende Polizisten setzten sich jedoch beim Übergriff nicht für die Sicherheit der Christen ein. Seither üben die Hindus aus der Region auf die Gläubigen starken Druck aus und drohen sie umzubringen, wenn sie ihre Klage nicht zurückziehen.Die höchsten christlichen Leiter Indiens haben Premierminister Dr. Manmohan Singh am vergangenen Freitag ein inoffizielles Dokument überreicht. Darin sind über 200 Gewalttaten gegen Christen aufgelistet, die sich in den ersten zehn Wochen dieses Jahres ereignet haben. Hauptsächlich wurden die Gewaltakte in den Bundesstaaten Gujarat, Rajasthan, Orissa, Chhatisgarh, Jharkhand und Madhya Pradesh verübt. Abschliessend wurde die Zentralregierung dazu aufgerufen, von den zuständigen Regierungen der Staaten dringend den Schutz der christlichen Minderheit zu verlangen. Gebetsanliegen:für eine rasche Genesung der beim Angriff verletzten Christen dass die Christen sich von den radikalen Hindus nicht einschüchtern lassen und vor Gericht gewinnen dass sich die Zentralregierung in Delhi für die Christen in Indien einsetzt und eine sichtliche Besserung der Situation der Gläubigen eintritt