11.03.2005 /
Mexiko
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Anhaltende Verfolgung evangelikaler Christen in Chiapas

(Open Doors) – Die Probleme für evangelikale Christen im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas haben in den letzten Jahren abgenommen. Trotzdem werden sie in kleinen Gemeinden weiterhin verfolgt.In der Stadt San Isidro Chejilte will der Stadtrat durch eine Gesetzesänderung mehr als 30 evanglikale Christen aus dem Ort auschliessen, indem deren Privatbesitz in öffentliches Gut umgewandelt werden soll. In einem anderen Fall haben die Regierenden des Ortes El Retiro einer wachsenden christlichen Gemeinde verboten, irgendein Gebäude zu errichten, das als Kirche genutzt werden kann. Die öffentliche Predigt des Evangliums wurde ebenfalls verboten.In Los Pozos haben die Behörden evangelikalen Christen mit dem erneuten Abriss ihrer Versammlungsstätte und ihrer Ausweisung gedroht, falls sie ihren Glauben beibehielten. Ein positives Zeichen ist allerdings die Rückkehr von etwa 90 geflüchteten evangelikalen Indianern in ihre Heimatstadt '20 de Noviembre' durch die Intervention der mexikanischen Regierung. Sie waren vor zwei Jahren von dort vertrieben worden. Für die 34 evangelikalen Christen, die wegen des Massakers von Acteal 1998 unschuldig zu 35 Jahren Haft verurteilt worden sind, hat sich die Situation nicht geändert. Dies, obschon Mexikos Innenministerium am 23. Dezember 2003 eine Revision des Prozesses angekündigt und einen neuen Richter beauftragt hat. Die 34 Männer sind nun bereits sieben Jahre inhaftiert. Gebetsanliegen:für den Schutz der Christen in Chiapas dass sich Mexikos Regierung mehr für die Christen im eigenen Land einsetzt für die Freisprechung der unschuldig inhaftierten Christen des Massakers von Acteal