13.08.2010 /
Bhutan
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Bhutan: Anti-Bekehrungsgesetz geplant

(Open Doors) - Bhutans Regierung hat dem soeben ihrem Parlament ein Anti-Bekehrungsgesetz unterbreitet. Die Christen, die bisher hofften, ihren Glauben frei weiterleben zu können, sind von dieser Nachricht sehr enttäuscht.Der eigentliche Gesetzestext ist sehr wage formuliert und soll 'die Anwendung von Zwang oder jede Form der Verführung zum Religionswechsel' verbieten. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, befürchten Christen, beispielsweise wegen humanitären oder sozialen Aktivitäten willkürlich verurteilt zu werden.Gemäss einem Pastor in Bhutans Hauptstadt Thimphu 'gab es in der Praxis immer ein Anti-Bekehrungsgesetz. Allerdings soll dieses jetzt in der Verfassung verankert werden. Das Gesetz soll offenbar der Eindämmung des Kirchenwachstums in Bhutan dienen.'Der Präsident des Legislativrates Kuenlay Tshering hat Gefängnisstrafen von 1-3 Jahren vorgeschlagen. Seiner Meinung nach soll das Gesetz in der bevorstehenden Wintersession des Parlaments angenommen und auf Christen, die schuldig befunden werden, angewendet werden.Offiziell wurde Bhutan im April 2008 zu einer Demokratie. Der Staat ist ein buddhistisches Land und die Bürger geniessen Religionsfreiheit - allerdings nur auf dem Papier. Christen können ihren Glauben weder öffentlich noch in ihren Familien ausleben. Glauben gehört ausschliesslich in die Privatsphäre. Die Regierung widersetzt sich den Christen, weil das Wachstum der Gemeinde die Einheit des Landes gefährde.Gebetsanliegen:

dass der Gesetzesentwurf nicht angenommen wird dass Gott die bedrängten Christen mit seinem Frieden erfüllt danken wir Gott für die schnell wachsende Gemeinde in Bhutan