09.01.2009 /
Palästinensergebiete
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Gazastreifen: Christen bitten dringend um Gebet

(Open Doors) - Die christliche Minderheit im Gazastreifen zählt nur etwa 2'500 Personen. Einmal mehr sind sie zwischen den Fronten der radikal islamischen Hamas und der israelischen Armee eingeklemmt, seitdem diese am 27. Dezember 2008 auf die Raketenangriffe auf Israel mit Luftangriffen und Bodentruppen in Gaza reagiert hat. 'Die Leute trauen sich aus Angst, von einer Bombe getroffen zu werden, kaum noch auf die Strasse', sagte ein christlicher Leiter vor Ort. Am letzten Wochenende explodierte eine Bombe direkt gegenüber der einzigen Baptistenkirche der Stadt Gaza. Obwohl das Gebäude beschädigt und 40 Passanten getötet wurden, kamen dabei keine Gemeindeglieder ums Leben. Christen aus Gaza, die Weihnachten mit Verwandten oder Freunden im Westjordanland feierten, können nun nicht mehr zurück in den Gazastreifen und leiden darunter, nicht zu wissen, wie es ihren Angehörigen geht. Die Christen im Gazastreifen werden von den Islamisten als Verräter und Sympathisanten Israels und des Westens gesehen. Christen bitten um Gebet für die Kinder, die nachts wegen dem schrecklichen Bombenlärm schreiend aufwachen: 'Sie sind traumatisiert. Noch vor wenigen Tagen spielten sie in den Strassen, wo jetzt Leichen liegen.'

Gebetsanliegen:

Dass Gott die Christen im Gazastreifen beschützt und im Glauben stärkt, insbesondere die Kinder und die getrennten Familien. Dass dieser Krieg ein Ende nimmt und eine gute politische Lösung für Juden, Muslime und Christen gefunden werden kann.