11.07.2016 /
Kenia
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Kenia: Ein Pastor fällt einem Terroranschlag zum Opfer

Mindestens sechs Personen, darunter ein Pastor, wurden bei einem islamistischen Attentat der Al-Shabab im Norden Kenias getötet.

Am Freitag den 1. Juli gegen 10 Uhr waren zwei Reisebusse in Richtung Mandera unterwegs. Diese Stadt liegt im Norden Kenias in der Nähe der Grenze zu Somalia. Plötzlich eröffneten Heckenschützen der Al-Shabab das Feuer auf die Fahrzeuge. Diese islamische Extremistenorganisation terrorisiert die Bevölkerung Somalias und führt immer häufiger auch Übergriffe in Kenia durch.Dieser Überfall kostete mindestens sechs Personen das Leben und zwei weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern befanden sich ein Polizeibeamter und der Pastor John Niaramba. Ein Passagier erzählt: Er sass neben dem Fahrer und wurde von Kugeln getroffen. Der Bus hielt an und ich sprang aus dem Fenster, um in den Busch zu fliehen. Die Kugeln pfiffen über meinen Kopf hinweg, aber Gott hat mich bewahrt. John war in der Gegend als treuer Diener der Kirche bekannt. Sein plötzlicher Tod stürzt seine Familie in Verzweiflung und bedeutet ein immenser Verlust für die einheimischen Christen. Johns Begabung war der Gemeindebau. Ich hoffe, dass sein Glaubensleben eine neue Generation von Kenianern inspirieren wird, damit sie auf Gottes Berufung antworten, erklärt einer seiner Freunde.Auch wenn dieser Übergriff nicht im engeren Sinne als Verfolgungsakt gegen Christen bezeichnet werden kann, nimmt die Al-Shabab Miliz regelmässig die Christen in dieser Grenzregion zum Ziel. Der bisher tödlichste Angriff ereignete sich am 2. April 2015, als 148 christliche Studierende auf dem Campus der Universität Garissa niedergemetzelt wurden. Im Dezember 2015 besuchten mehrere Direktoren von Open Doors das Universitätsgelände und überbrachten den Verantwortlichen der Hochschule eine Botschaft der Ermutigung. Zu erfahren, dass diese Ereignisse weltweit auf viel Beachtung gestossen sind, war für sie ein wichtiges Zeichen der Solidarität.