13.11.2015 /
Laos
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Laos: Christ von der Polizei gejagt

Thomas* (29) wurde von den Behörden mit dem Tod bedroht und musste aus Laos fliehen und seine Frau und seine vier Kinder dort zurücklassen.

«Ich will bloss in Frieden leben und weiterhin das Evangelium verkünden. Ich habe mein ganzes Leben lang gelitten und träume von Freiheit!», sagt Thomas und fügt an: «Niemand kümmert sich zurzeit um meine Familie, und unsere Telefonlinie wird abgehört. Meine Frau pflanzt Gemüse an, um zu überleben. Wenn ich nur heimkehren könnte!»

Als Thomas seinen Führerausweis in der laotischen Hauptstadt Vientiane erneuern wollte, wurde er von Regierungsbeamten beschuldigt, Waffen herzustellen und Leute für Jesus zu gewinnen, damit sie sich gegen den Staat auflehnen! «Ich widerlegte diese falschen Anschuldigungen. So wollten sie mich zwingen, ein Dokument zu unterzeichnen. Als ich mich weigerte, unterschrieb jemand an meiner Stelle. Kurz danach riet mir ein Verwandter, der auch Staatsangestellter ist, so rasch als möglich zu fliehen.»

Am folgenden Tag half ein Mitarbeiter von Open Doors Thomas, die Grenze zu überqueren. Am Mittag befand sich die Polizei bereits am Busbahnhof, um die Passagiere zu kontrollieren. «Sie verzögerten die Abreise des Buses, die für 14 Uhr geplant war. Glücklicherweise waren zwei andere Reisende namens Thomas da, so dass mich die Polizisten in der Verwirrung nicht ausfindig machen konnten. Schlussendlich reisten wir um 20 Uhr ab, und die beiden anderen Passagiere namens Thomas waren wie durch ein Wunder verschwunden!»

In Laos leiden die Christen immer noch unter dem Druck des Kommunismus. Die Versammlungen werden regelmässig von den Behörden gestört. Wer das Evangelium verkündet, wird aus dem Dorf vertrieben, verhaftet und mit dem Tod bedroht.

*Deckname(Bild: Junge laotische Christen in einer Jüngerschaftsschulung)