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Die burmesische Armee hat jüngst das Kriegsrecht in 37 Städten des Landes mit einer hohen christlichen Bevölkerungszahl verhängt. Gottesdienste, Versammlungen und Publikationen im Internet werden massiv eingeschränkt.
Konkret bedeutet dies, dass alles, was mit «nationaler Rebellion», «Verleumdung der Regierung», «elektronischer Kommunikation» und «illegalen Versammlungen» zu tun hat, nun Sache der Armee ist. Und nicht mehr die der Polizei oder der Richter. Für Christen bedeutet dieses Kriegsrecht, dass sie im Internet viel stärker überwacht werden, wenn sie eine Predigt veröffentlichen oder einen Gottesdienst in sozialen Netzwerken ankündigen. Ein lokaler Kontakt von Open Doors, Ko Min (Pseudonym), glaubt auch, dass die Organisation von Gottesdiensten oder christlichen Versammlungen weitgehend behindert oder sogar verhindert wird. «Das Kriegsrecht bringt Christen in eine noch gefährlichere Lage», sagt er. Er präzisiert:
«Es könnte in Zukunft mehr Kämpfe und wahrscheinlich mehr vertriebene oder geflüchtete Christen geben.»
Seit dem Staatsstreich im Februar 2021 haben sich «Widerstandskräfte» formiert, die sich der Armee und der neuen Führung des Landes widersetzen. Die Armee befindet sich daher in einer Art Guerillakrieg gegen diese Rebellen. Dabei bringt sie sehr häufig Christen mit den Aufständischen in Verbindung. Diese werden dann direkt ins Visier genommen oder sind Opfer von Kollateralschäden. Drei aktuelle Berichte von burmesischen Geschwistern veranschaulichen, wie schwierig es für diejenigen ist, die Jesus in Myanmar nachfolgen wollen:
«Unser Gott ist Emmanuel, wenn ich in Schwierigkeiten bin, wird er mich führen.»