04.03.2005 /
Jordanien
/ news

Urteil um Sorgerechtsstreit am 15. März erwartet

(Open Doors) – In dem seit drei Jahre dauernden Rechtsstreit um das Vormundschaftsmandat von Siham Quandahs Kindern Rawan und Fadi (jetzt 16 bzw. 15 Jahre alt) soll ein abschliessendes Urteil gefällt werden. Richter Mahmud Zghl sagte, dass am 15. März der endgültige Entscheid gefällt wird. Der derzeitige Berufungsprozess ist das letzte Rechtsmittel der christlichen Mutter um das Sorgerecht ihrer Kinder zurück zu erhalten. Die seit 1994 verwitwete Siham Quandah erfuhr erst Monate nach dem Tod ihres Mannes von einem Dokument, in dem steht, dass ihr Ehemann angeblich drei Jahre zuvor zum Islam übergetreten sei. Aufgrund dieses Dokuments wurde ihr mitgeteilt, nach islamischem Recht seien ihre Kinder wegen des Übertritts ihres Vaters automatisch Muslime und könnten ihr Waisengeld nur über einen muslimischen Vormund erhalten. Einige Zeit später begann der eingesetzte Vormund, Herr Al-Muhtadi, Einwände dagegen zu erheben, dass Siham die Kinder nicht als gute Muslime erzog. Es handelt sich dabei um Sihams entfremdeten Bruder, der als Teenager zum Islam konvertierte. Am 21. Juni 2001 wurde ihm durch ein Zivilgericht das volle Sorgerecht für die Kinder zugesprochen, um sie muslimisch zu erziehen. Al-Muhtadi wird finanzieller Unregelmässigkeiten beschuldigt, da er fast US$17.000 vom Treuhandkonto der Kinder abgehoben hat. Gebetsanliegen:dass Siham Quandah das Sorgerecht für die Kinder erhält und das Gericht Al-Muhtadi für die finanziellen Unregelmässigkeiten zur Rechenschaft zieht dass der Sorgerechtsstreit bei der Psyche der Kinder keinen bleibenden Schaden anrichtet