Woche 3: Jehovah Jireh – der Gott, der versorgt

Hunderttausende Afghanen sind aus dem Land geflohen: die einen über Luftbrücken, die von sympathisierenden Regierungen organisiert wurden, die anderen mit Hilfe von Schleppern in Lastwagen durch die Wüste. Unzählige suchen Asyl in Zentralasien oder im Westen. Viele haben das Land nur mit den Kleidern verlassen, die sie am Leib trugen, und müssen sich an ihr neues Leben gewöhnen. Möglicherweise werden sie ihre Angehörigen nie wiedersehen.

Viele Menschen haben noch keinen Zufluchtsort gefunden, nichts zu essen und kein Bargeld, um das Nötige zu kaufen. Im Land brechen Banken und Unternehmen zusammen, so dass die Leute ihr Guthaben nicht abheben können und die Wirtschaft stillsteht. Der Winter ist für die ganze Bevölkerung hart und humanitäre Helfer befürchten eine schreckliche Hungersnot.

Unsere lokale Quelle berichtet zur Notlage der Christen: «Sie haben dieselben Bedürfnisse wie alle Afghanen: Sicherheit, Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung. Es herrscht viel Gewalt im Land, die Versorgungsketten sind zusammengebrochen und die Kliniken funktionieren nicht mehr. Zurzeit fliesst noch sauberes Wasser aus den Hähnen, und wir hoffen, dass dies so bleibt. Würde das Wasser verseucht, könnte dies zu zahlreichen Krankheiten führen. Falls grosse Kämpfe ausbrechen und dabei Schulen und Krankenhäuser beschädigt werden, werden sich die Folgen auf den Pflegebedarf von Millionen von Menschen und auf den Zugang zu Medikamenten und Fachkräften auswirken.»

Vertrauen wir diese Woche auf Jehova Jireh, den versorgenden Gott, dass er die Bedürfnisse des afghanischen Volkes deckt.
«Abraham sah in einem Busch einen Widder, der sich mit seinen Hörnern verfangen hatte. Er ging hin, packte ihn und brachte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer dar. Abraham nannte den Ort ‹der Herr hat gesorgt›.»
1. Mose 22:13-14

 

Tag 15: Beten wir für Nahrung. Beten wir heute darum, dass der Herr die hungernden Afghanen mit Essen versorgt.

Tag 16: Beten wir für die Öffnung der Grenzen. Bitten wir den Herrn, den Flüchtlingen einen sicheren Grenzübergang zu gewähren. Beten wir, dass sie einen Ort finden, wo sie in Sicherheit leben können.

Tag 17: Beten wir für den Zugang zu medizinischer Versorgung. Beten wir darum, dass die Krankenhäuser geöffnet bleiben, damit die Kranken gut behandelt werden können. Bitten wir Gott auch um Heilung für isolierte Kranke.

Tag 18: Beten wir für die internationale Zusammenarbeit. Möge der Herr Politiker und Entscheidungsträger führen, damit sie Mittel finden, möglichst viele Menschen vor Ort mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen. Mögen sie auch für Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit einstehen.

Tag 19: Beten wir für unsere Berater in Zentralasien, dass sie den Flüchtlingen Hilfe leisten, das Evangelium mit ihnen teilen und sie in die örtlichen Gemeinden bringen können.

Tag 20: Beten wir um geistliche Nahrung. Bitten wir Gott, den Glauben der afghanischen Gläubigen durch sein Wort lebendig zu erhalten. Beten wir, dass er sie zu Kirchen und Glaubensgemeinschaften führt, wo sie in Jesus reifen können.

Tag 21: Danken wir dem Herrn für seine Versorgung. Loben wir Gott dafür, dass er sich der afghanischen Christen annimmt und sie körperlich und geistig stärkt. Er ist Jehova Jireh, unser Gott, der versorgt!