Unser Dienst in rund 70 Ländern

 

Verein Open Doors
Mit Besuchen, Gebet und einer Vielfalt von biblischen Schulungsprogrammen begleitet und stärkt Open Doors Christen in Ländern mit Verfolgung und ermöglicht es ihnen, auch in der Bedrängnis ihren Glauben an Jesus zu bezeugen.

 

 

Verein Open Doors Nothilfe
Durch unsere Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützen wir verfolgte und diskriminierte Christen bei der Erziehung des Lebensunterhalts.
 

Die Unterstützung von verfolgten Christen und Gemeinden soll an ihren Bedürfnissen orientiert sein. Deshalb arbeitet Open Doors eng mit einheimischen Mitarbeitern, Kirchen oder Organisationen vor Ort zusammen – denn sie wissen am besten, welche Hilfe dringend nötig ist

>> Wir arbeiten nachhaltig und verlässlich. Wenn es eine Problemsituation gibt, bleiben wir vor Ort, bis die Situation geklärt ist. Wir verschwinden nicht einfach. Und das gilt auch in Ländern, die nicht in den Schlagzeilen auftauchen.  
Leitender Open Doors Mitarbeiter

 

Letztes Update unserer laufenden Projekte: Nigeria 2022 (clicken Sie auf das Bild):

 

Als Aziz*, ein Partner von Open Doors, das überfüllte Krankenhauszimmer betrat, versuchte der nächstgelegene Patient, ihn am Eintreten zu hindern. «Du kannst gehen», sagte er, als er merkte, dass Aziz kein Einheimischer war. Aziz näherte sich ihm und sagte: «Aber ich bin hier, um mit dir zu beten. Wie geht es dir, Bruder?» Die Augen des Mannes füllten sich mit Tränen. «Wirklich? Du bist der Erste, der mich fragt, wie es mir geht.»

Aziz, einer unserer Partner in Südasien, ist Ende dreissig. Seine Ausbildung als medizinischer Fachmann wurde durch Ihre Gebete und Ihre finanzielle Unterstützung möglich. Jetzt gehört er zu einem Notfallteam. Wenn es eine Krise gibt und Christen in Gefahr sind oder angegriffen wurden, geht er hin, um ihnen zu helfen und herauszufinden, was sie brauchen.

Keine Fotos
Seine Arbeit ist sehr riskant. Deshalb gibt es hier auch kein Foto von ihm. Seine oberste Regel lautet: «Lass Kamera und Telefon im Auto, wenn du Menschen triffst, denen du helfen möchtest.»
Diese Regel bringt ihm das Vertrauen schwer traumatisierter Menschen, die oft ausgebeutet werden von der Regierung, die sie schützen sollte, den Krankenhäusern, die sie heilen sollten und sogar von Christen, die sie lieben sollten.

«Du kannst gehen», sagte der Mann, als er den dunkelhäutigen Aziz erblickte. Aziz war nicht der erste Besucher. Ganze Gruppen von Menschen waren gekommen. Männer in Anzügen fotografierten sich selbst mit den Opfern des Bomben­anschlags, die alle verwundet und schockiert waren und erst Stunden zuvor geliebte Menschen verloren hatten.

«Ich habe ihre Hand gehalten»
«Du hast also keine Fotos gemacht?», fragte ein Mitarbeiter von Open Doors Aziz. «Nein», sagt er. «Was hast du also getan?»

Sein Blick fixiert das Fenster des Zimmers, in dem wir uns befinden, als ob er dahinter noch immer die verzweifelten Christen sehen könnte, die er an diesem Tag besuchte. Er schluckt den Kloss in seinem Hals runter.

«Ich habe ihre Hand gehalten.»

Schweigen.

«War das genug?», fragen wir.

Er nickt. Er denkt zurück an ein junges, schwer verwundetes Mädchen. Sie war für die Hochzeit ihres Cousins in der Gegend und ging mit ihrer Familie in die Kirche. Sie war Analphabetin, zitierte aber unter starken Schmerzen die Heilige Schrift. Ihre Mutter hatte ihr die Verse beigebracht, und nun gaben sie ihr innere Kraft. Sie hielt die Hand von Aziz, aber sie hatte keine Kraft mehr. Als Mediziner wusste Aziz, dass sie es nicht schaffen würde. Drei Tage später starb sie, Gottes Worte auf ihren Lippen, seine Liebe in ihrem Herzen.

Hilfe für die Opfer
Aziz ist bescheiden, wenn er sagt, dass er nur mit Menschen betete und ihre Hand hielt. Er sah, wie ein Mitarbeiter des Krankenhauses mit ungewaschenen, schmutzigen Händen den Verband eines Babys wechselte und damit eine schwere Infektion riskierte. Das Baby hatte bereits einen Fuss verloren. Er sorgte dafür, dass die Wunde sauber behandelt wurde. Er sorgte auch dafür, dass einige in bessere Krankenhäuser in anderen Teilen des Landes transportiert wurden. Zudem versorgten er und sein Team die Betroffenen und ihre Familien mit Lebensmitteln.

Gebet vor allem anderen
Aber bevor er etwas fragte oder anbot, betete Aziz mit den Christen. Das Gebet, das Händehalten, seine freundlichen Worte; der Mann, der sich zunächst weigerte, mit ihm zu sprechen, brach zusammen. «Ich will zurück in die Kirche gehen», platzte er heraus. «Ich will Gott in unserer Kirche anbeten und ihm dafür danken, dass er mein Leben gerettet hat!»

Am Tag des Angriffs hatten sich bewaffnete Männer dem Gebäude aus verschiedenen Richtungen genähert. Aber nur einer von ihnen kam nahe genug, um seine Bombe zu zünden. Und die Angreifer sahen die nahe gelegene Sonntagsschulklasse nicht.

Eine kleine Zahl von Christen starb bei dem Angriff und Dutzende wurden verletzt. Aber es hätte so viel schlimmer sein können. «Der Herr hat uns beschützt», sagten die Christen zu Aziz.

Den Preis bezahlen
Eine Person, die starb, war ein Mitstudent von Aziz. Sie hatten die gleiche Jüngerschaftsschulung absolviert. «Er hatte mir gesagt, dass er zurückkommen und noch mehr studieren wolle. Er wollte dem Herrn noch mehr dienen.»

Und genau das tat er hier. An jenem verhängnisvollen Tag rettete er das Leben unzähliger Christen, indem er die Eingangstür zuhielt, damit der Angreifer nicht ins Innere gelangen und die Gemeinde durch eine Hintertür entkommen konnte. Er wurde mit einer Kugel in seinem Herzen gefunden.

Wein vermischt mit Blut
Kaum einen Tag nach dem Angriff besuchten der lokale Pastor, Aziz und sein Team die Kirche. Es war noch nichts von der Zerstörung aufgeräumt. Der Altar war beschädigt. Der Opferkelch und das Brot lagen noch auf dem Boden, stille Zeugen der Tragödie, die sich zugetragen hatte. Der Betonboden und die Teppiche waren in einem dunklen Rot gefärbt. Das Einzige, was Aziz denken konnte, war: «Der Wein des Kelchs und das Blut der Märtyrer und Verwundeten haben sich vermischt.»

Am Sonntag nach dem Angriff besuchte er die Kirche erneut. Leute betraten die Kirche, viele in Verbänden und mit Krücken, einige nur mit der Hilfe anderer. Doch diese Leute konnten einfach nicht zu Hause bleiben, erklärt Aziz.

«Ihr Glaube ist grösser»
«Christen gehen hier Risiken ein, weil das Zeugnis der Kirche ist, dass Gott gut ist», sagt Aziz weiter.

Selbst inmitten einer Tragödie?

«Besonders dann. Die Christen wollen zeigen, dass Gott gut ist und dass Jesus würdig ist, ihm nachzufolgen, selbst wenn man angegriffen wird. Vor dem Angriff war diese Kirche bereits ein schöner Ort. Aber als ich die Verwundeten in die Kirche kommen sah, Menschen, die nur Tage zuvor um ihr Leben kämpften, wurde mir klar, dass Gott diese Kirche noch schöner gemacht hatte. Ja, die Trauer und der Schmerz sind real und allgegenwärtig, aber der Glaube dieser Christen ist grösser. Sie sagen: ‹Unsere Lieben sind Märtyrer und der Herr ist unsere Zuflucht›. Die Kirche ist durch das Leid, das sie erlebt hat, noch schöner geworden.»

Auf die Frage, ob er seinen Dienst schwierig findet, antwortet Aziz: «Egal wie gross die Zerstörung ist, Gott kann niemals zerstört werden. Er lässt immer Raum für einen Lichtstrahl und einen Funken Hoffnung. Wie können wir also verzweifeln, wenn das Licht und die Hoffnung Christi immer bestehen?» /

* Name geändert

Infos: April 2020

Open Doors hat sich zum Ziel gesetzt, in allen Ländern präsent zu sein, in denen es eine verfolgte Kirche gibt. Bisher konnten wir unseren Dienst auf über 60 Länder ausbauen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bereiche, wo die Not der Kirche am größten ist.

 

1- Die Kirche der Christen mit muslimischem Hintergrund
Wir wollen sicherstellen, dass die Kirche der Christen mit muslimischem Hintergrund weltweit eine starke Eigenform entwickelt, die sie befähigt, vermehrt Suchende aus dem Islam zu erreichen.

 

2- Der Nahe Osten
Wir wollen sicherstellen, dass der Leib Christi im Nahen Osten die Versuche des extremistischen Islams, die Kirche vollkommen auszulöschen, übersteht.

 

3- Die Kirche in Afrika
Wir wollen sicherstellen, dass die afrikanische Kirche – die größte Kirche weltweit – auf die bevorstehende Verfolgung vorbereitet ist und im erforderlichen Maß Hilfe erhält.

 

4- Die hinduistische und buddhistische Welt
Wir wollen sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Christen mit hinduistischem und buddhistischem Hintergrund nicht einfach übersehen werden; sie leiden unter radikalen, intoleranten Formen des Hinduismus und Buddhismus.

 

5- Fundierte Recherche
Langjährige Netzwerke vor Ort ermöglichen es Open Doors, bis auf «Dorfebene» nachzuforschen und somit besonders gut auf die Bedürfnisse der verfolgten Christen eingehen zu können. Der Weltverfolgungsindex (WVI) ist ein wichtiges Instrument, um Einsicht in die Natur, das Ausmaß und die geografische Lage der Christenverfolgung zu erhalten.

 

Unser Einsatzgebiet

  • Naher und Mittlerer Osten: Inkl. Nordafrika, Arabische Halbinsel, Zentralasien
  • Afrika: Die Länder West-, Ost- und Zentralafrikas, südlich der Sahara
  • Asien: Süd- und Südostasien, Indien, China, Nordkorea

 

>> Anhand der soliden Netzwerke in unserem Tätigkeitsfeld sowie auf regionaler und globaler Ebene ermitteln wir zusammen mit der verfolgten Kirche, wo und wie unsere Arbeit die größte Wirkung hat.

Mit Besuchen, Gebet und einer Vielfalt von biblischen Schulungsprogrammen begleitet und stärkt Open Doors Christen in Ländern mit Verfolgung und ermöglicht es ihnen, auch in der Bedrängnis ihren Glauben an Jesus zu bezeugen.

 

Präsenz

Unsere Teams stehen in direktem Kontakt mit den Opfern der Verfolgung und begleiten sie.
Unsere Geschwister sollen wissen, dass sie nicht vergessen sind. Besuche stärken sie und schenken neuen Mut; durch Briefe und Gebete von Christen auf der ganzen Welt werden sie ermutigt.

 

Biblische Schulung

Ausbildungskurse für Leiter, Helfer und Christen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Schwerpunkt: Theologie, Jüngerschaft, Traumabegleitung, Verfolgungsseminare, Frauenförderung.

Pastoren benötigen eine theologisch fundierte Ausbildung, um ihre Gemeinden inmitten der Bedrängnis führen zu können. Speziell entwickelte Seminare helfen Christen, sich auf Verfolgung vorzubereiten und ihr zu begegnen.

Menschen, die erst vor kurzem Jesus kennengelernt haben, bekommen in Jüngerschaftsschulungen die Grundlagen des Glaubens vermittelt. Insbesondere in Ländern, in denen Frauen wenig oder keinen Zugang zu Bildung haben, bieten wir Frauenförderungskurse an. Wir schulen vor Ort Leiter und Mitarbeiter, damit sie traumatisierte Christen begleiten können.

 

Literatur

Wir verteilen Bibeln, christliche Bücher und Unterrichtsmaterialien.

In vielen Ländern, in denen Christen Verfolgung erleben, sind häufig auch der Druck oder die Weitergabe von Bibeln verboten. In Nordkorea oder streng islamischen Ländern beispielsweise kann der Besitz einer Bibel oder einer Broschüre mit christlichem Inhalt zu harten Strafen führen.

Unsere leicht verständlichen, illustrierten Bibeln für Kinder sind auch für Eltern und Erwachsene mit geringer Bildung der Schlüssel zum Verständnis des Evangeliums.

Durch unsere Projekte «Hilfe zur Selbsthilfe» unterstützen wir verfolgte und diskriminierte Christen bei der Erzielung des Lebensunterhalts.

 

Sozio-ökonomische Hilfsprojekte

Mit Kleinkrediten, Schulung und Projekten zur Berufsbildung verhelfen wir zu einer Einkommensgrundlage. Wir bieten Alphabetisierungskurse an und unterstützen Selbsthilfegruppen. Wir finanzieren Infrastruktur wie Schulen und Kliniken.

Mit Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten hilft Open Doors, die Rahmenbedingungen für den Lebenserhalt von verfolgten und benachteiligten Christen zu schaffen. Auch Ausbildungsprojekte gehören zu diesem wichtigen Bereich unserer Arbeit. Die Notlage bestimmt die Unterstützung. Ob Gemeinden, Familien, Witwen mit ihren Kindern, Gefangene oder Christen auf der Flucht vor ihren Verfolgern: Open Doors hilft ihnen bedürfnisorientiert. Verschiedene Projekte helfen in unterschiedlichen Situationen und Gegebenheiten.

 

Nothilfe

Lieferung von Hilfsgütern in Konflikt- und Katastrophengebiete, Unterstützung von Gefangenen und Familien von Gewaltopfern.

In konkreten Notsituationen hilft Open Doors in enger Abstimmung mit und durch lokale Kirchen und Partner auch durch Nothilfe. Menschen in Krisensituationen oder Christen, die nach Katastrophen benachteiligt werden, werden mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikeln und medizinischer Hilfe versorgt.

Zwischen 2012 und 2017 konnten beispielsweise Zehntausende Flüchtlingsfamilien im Irak und in Syrien unterstützt werden.
Wir versuchen stets, schnell auf Projekte der Hilfe zur Selbsthilfe umzusteigen, indem Christen Mikrokredite zum Aufbau der eigenen Existenz erhalten oder schulische und berufliche Ausbildungen angeboten werden.

«Wir Christen sind alle Teil eines Leibs und berufen, als solcher zu funktionieren» (1. Kor 12,26).

Ein wichtiges Ziel ist es, die verfolgte Kirche mit dem Rest des Leibs Christi zu verbinden, etwa durch Gebete, Briefe, innovative und sichere Online-Technologie, Solidaritätsaktionen, Advocacy und Präsenzdienst. Indem wir die Botschaft der verfolgten Kirche dem ganzen Leib Christi bringen, bereiten wir diesen auf zunehmende Restriktionen und mangelnde Religionsfreiheit vor.

Die Kinder vermissen  ihre Kirche

Bei ihrem ersten Besuch eines von Open Doors unterstützten Kunstkurses zur Traumatherapie in Jordanien zeichneten viele irakische Flüchtlingskinder dunkle, schwarze Gestalten: Der IS, der ihre Dörfer einnimmt und ihre Kirchen zerstört. Ein paar Wochen später, wenn sie den Kurs abschließen, sind ihre Bilder bunt und lebendig geworden. Sie wissen, wie sie sich ausdrücken und neue Ziele für ihre Zukunft setzen können.



Maran ist die Gründerin von Al Hadaf, einer jordanischen Organisation, die sich an die bedürftigsten Kinder und Frauen wendet. Open Doors unterstützt seit 2015 das Flüchtlingsprogramm von Al Hadaf, das darauf abzielt, die Würde christlicher Flüchtlinge aus dem Irak, und nun auch aus Syrien, wiederherzustellen. Sie führt uns in ihrem Kunstraum für Kinder herum.

«Viele der Kinder haben gesehen, wie der IS das Kreuz von ihren Kirchen nimmt; dies hat sie sehr geprägt. Bei ihrem ersten Besuch fragen wir die Kinder: ‚Was vermisst du am meisten aus dem Irak?‘ Fast alle zeichnen ihre Kirche», sagt sie. «Sie gingen im Irak regelmäßig in die Kirche und liebten die Gemeinschaft.»

Zu Beginn malten viele Kinder große, schwarze Gestalten. «Die dunklen Gestalten repräsentieren den IS und andere Übel, welche die Kinder ertragen mussten», erklärt Maran. «Nach einer Weile werden die Bilder klarer, heller und detaillierter; die dunklen Gestalten werden kleiner oder verschwinden. Dies ist ein Zeichen, dass die Kinder ihr Trauma verarbeiten.»

Maran zeigt auf ein besonderes Bild. «Dieses Mädchen war so verletzt, dass es kaum sprach. Sie zeichnete nur einen Baum und ein großes Herz. Sie sagte: ’Ich vermisse mein Zuhause.’ Der Baum repräsentiert ihre Heimat; das Herz ist ihr Schmerz. Es brach mir das Herz.»

Mütter und Kinder werden wütend

Als Nächstes lernen die Kinder, über ihre Gefühle zu sprechen. «Weil die Mutter traumatisiert ist, sind es auch die Kinder», erklärt Maran. «Die Mutter ist wütend auf die Kinder, die Kinder werden wütend auf die Mutter, und sie können nicht gut darüber sprechen. Einige Mütter fühlen sich so machtlos, dass sie ihre Kinder schlagen. Nur zu sagen ’Schlag deine Kinder nicht’, hilft nicht. Stattdessen fragen wir: ’Wieso hast du deine Kinder geschlagen? Das hast du früher nie getan. Das Trauma hat dich verändert.’»



Ein einfaches Hilfsmittel, mit dem Al Hadaf den Eltern und Kindern hilft, die Gefühle des anderen besser zu verstehen, ist eine ’Stimmungsuhr’. «Jeden Tag können die Kinder diese auf ihre Stimmung einstellen: glücklich, in Ordnung, traurig oder wütend.» Al Hadaf erklärt den Müttern: «Wenn die Kinder signalisieren, dass sie traurig oder wütend sind, gebt ihnen etwas Raum und Zeit, und sprecht dann mit ihnen über ihre Gefühle.» Die Uhr hat den Flüchtlingen sehr geholfen. «Es gibt sogar Mütter, die ihren Kindern damit ihre ­Gefühle zeigen.»

«Ich möchte mehr beten.»
Das letzte therapeutische Instrument ist die Zielwolke. «Nach dem Verarbeiten und dem Sprechen über das Trauma, bitten wir die Kinder, sich Ziele zu setzen, an denen sie arbeiten können.»

Im Beispiel, das uns Maran zeigt, hat sich das Kind fünf Ziele gesetzt: «Ich möchte mehr beten. Ich möchte mehr zeichnen. Ich möchte meinen Eltern helfen. Ich möchte auf das hören, was man mir sagt. Ich möchte anfangen, ein Buch zu lesen.»

Maran ist begeistert von der Wirkung dieses einfachen Hilfsmittels. «Die Kinder legen es neben ihr Bett. Sie können sich Ziele für den nächsten Tag setzen und Trauer und Wut durch Gutes ersetzen. Es kostet nicht viel, aber es hilft enorm.»

Maran schaut sich glücklich um. Für Open Doors ist es ein Privileg, im Rahmen unserer Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten» mit solch effizienten Organisationen wie Al Hadaf zusammenzuarbeiten und den Christen aus Syrien und dem Irak dabei zu helfen, von einer besseren Zukunft zu träumen. /

Mit Ihrer Unterstützung hoffen wir, unsere Partnerschaft zu erweitern, um künftig noch mehr traumatisierte Kinder und Mütter zu erreichen.

Diese Update wurde erstmals im Dezember 2018-Magazin veröffentlicht.

 

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Geliebtes Kind


Lorena in einem Kinderzentrum

Bevor Lorenas* Vater Christ wurde, kämpfte er mit einer Guerillagruppe gegen die Regierung. Doch als er sich für ein Leben mit Jesus entschied, wurde aus dem gewalttätigen Mann ein Botschafter für das Evangelium. Einige Kämpfer wurden ebenfalls Christen, was ihn und seine Familie plötzlich zum Ziel von Feindselig­keiten machte.

Als Lorena (im Bild) zehn Jahre alt war, wurde sie entführt: «Einen ganzen Tag lang wurde ich gegen meinen Willen festgehalten. Am nächsten Tag wollten sie mich an einen anderen Ort bringen, aber an einem Busbahnhof begann ich zu schreien. So kam die Polizei und rettete mich», berichtet sie.

«Ich wusste nur, dass ich von meiner Familie getrennt wurde.»

Nach diesem schockierenden Erlebnis traf Lorenas Vater die Entscheidung, sie in einem von Open Doors unterhaltenen Kinderzentrum anzumelden. In diesem Zufluchtsort können Kinder und Jugendliche aus bedrohten und verfolgten Familien in einer geschützten Atmosphäre aufwachsen, lernen und in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen. Doch obwohl ihre Eltern nur das Beste für sie wollten, war die Ankunft im Kinderzentrum eine der schmerzhaftesten Erfahrungen für Lorena. «Ich wusste nicht, wohin sie mich brachten. Ich wusste nur, dass ich von meiner Familie getrennt wurde, und das tat mir weh.»



Eine befreiende ­Entdeckung

Die Mitarbeiter des Kinderzentrums kümmerten sich mit Liebe und Hingabe um Lorena. Sie war in Sicherheit und ihr Glaube an Jesus wurde tiefer. Dennoch blieb der Schmerz über die Trennung von ihrer Familie bestehen. Aber dann entdeckte sie eines Tages eine kleine Mappe. Als sie sie öffnete, stellte sie fest, dass die Mappe die Geschichte ihres Vaters enthielt – die Gründe, warum sie im Kinderzentrum war, und dass ihr Vater für seinen Glauben gelitten hatte. In diesem Moment begriff Lorena, dass ihr Vater sie immer geliebt und sich um sie gesorgt hatte.

Gestärkt in die Zukunft

Allerdings war nicht alles plötzlich einfach. «Die Verfolgung meines Vaters war der Grund, warum ich fern von meiner Familie aufwachsen musste», erklärt Lorena. Doch dann wurde ihr Vater von Open Doors nach Europa eingeladen, um dort in Gemeinden vom Leiden der verfolgten Kirche in Kolumbien zu berichten. Lorena durfte ihn begleiten und auf dieser Reise erleben, wie zwischen ihr und ihrem leiblichen Vater eine tiefere Beziehung entstand. «Meinen Vater zu hören bedeutete, mehr von Gott zu verstehen; es war die perfekte Möglichkeit zu erkennen, dass es meine Berufung ist, ebenfalls Christus zu dienen.» Inzwischen arbeitet Lorena selbst im Kinderzentrum. Ihr Wunsch ist es, Kindern die Liebe Gottes weiterzugeben, die sie selbst erfahren hat. /

*Name geändert

 

Diese Update wurde erstmals im Dezember 2018-Magazin veröffentlicht.

Spenden

 

 

Aktuelle Projekte

Gerade wo Christen ihren Glauben geheim halten müssen, dort ist Open Doors aktiv. Doch um die Christen in diesen Ländern mit stark eingeschränkter Religionsfreiheit nicht noch weiter in Gefahr zu bringen, können wir über unsere Arbeit in zahlreichen Ländern nur bedingt berichten.
Begleiten Sie die Christen im Nahen Osten auf dem Weg zu nachhaltigen Veränderungen!
«Die christliche Präsenz stärken, damit sie weiterhin einen erkennbaren, positiven Beitrag zur Gesellschaft im Nahen Osten leistet.» Dies ist die Vision der Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten» (HNO), die 2016 von Middle East Concern und Open Doors lanciert wurde. Während es entscheidend ist, die Stimme der Christen im Irak und in Syrien in der nationalen und internationalen Politik Gehör zu verschaffen, ist es ebenso wichtig, vertriebenen Christen zu helfen, ihr Leben wieder neu zu organisieren, zurückzukehren und ihre Häuser und Städte wieder aufzubauen.
Stehen Sie mutigen Christen an den gefährlichsten Orten der Welt bei!
360 Millionen Christen weltweit leiden schwere Verfolgung. In den Top Ten Ländern des Weltverfolgungsindex (WVI) ist die Verfolgung sogar extrem. Hunderttausende leben entweder versteckt, sind im Gefängnis oder mussten vor Gewalt fliehen.
Im Mittleren Osten und in Nordafrika geben die vorherrschende Kultur und die islamische Denkweise dem Mann einen höheren Stellenwert als der Frau. Die Frauen erleiden viel Aggression und Gewalt, insbesondere Christinnen, denen Entführung droht. Viele sind deshalb versucht, oder werden gezwungen, sich zum Islam zu bekehren. Gewalt ist auch in armen christlichen Familien weit verbreitet.
Die Arbeit von Open Doors in Indien ist nötiger als je zuvor. Die Zunahme von extremen Ideologien, die den Hinduismus mit Patriotismus verbinden, ist nur eines der Elemente, die zu einem Klima zunehmender religiöser Intoleranz in ganz Indien führen. Nicht nur Vorfälle gegen Christen, sondern auch das Mass an Gewalt haben drastisch zugenommen.
Lassen Sie sich von der Not der Kleinsten berühren!
Christliche Kinder, die in einem ihnen gegenüber feindselig gesinnten Umfeld leben, erfahren genauso Ausgrenzung, Benachteiligung und körperliche Gewalt wie ihre Eltern. Doch das Verständnis für das, was ihnen zustößt, kann sich häufig erst im Nachhinein entwickeln. Aus diesem Grund brauchen sie ganz besonders unsere Unterstützung.
Christen sind in den nördlichen von Muslimen dominierten Scharia-Staaten feindseligen Behörden ausgesetzt. Open Doors hilft ausgegrenzten christlichen Dorfgemeinschaften mit einem ganzheitlichen Entwicklungsprogramm.
Sicherstellen, dass die Kirche der Christen mit muslimischem Hintergrund (MBBs) weltweit eine starke Eigenform entwickelt, ist eine unserer Prioritäten. Wir wollen sie befähigen, vermehrt Suchende aus dem Islam mit dem Evangelium zu erreichen.

Verein Open Doors

Mit Besuchen, Gebet und einer Vielfalt von biblischen Schulungsprogrammen begleitet und stärkt Open Doors Christen in Ländern mit Verfolgung und ermöglicht es ihnen, auch in der Bedrängnis ihren Glauben an Jesus zu bezeugen.

 

Verein Open Doors

Postkonto (PostFinance):
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1032 Romanel
IBAN: CH59 0900 0000 3400 4791 0
SWIFT Code: POFICHBE
 

Ohne besondere Angaben Ihrerseits wird Ihre Spende für allgemeine oder dringende Projekte verwendet.

Beachten Sie: Die auf dieses Konto überwiesenen Spenden sind in den meisten Kantonen steuerlich nicht absetzbar, da sie sogenannten Kultuszwecken dienen.

Verein Open Doors Nothilfe

Durch unsere Projekte «Hilfe zur Selbsthilfe» unterstützen wir verfolgte und diskriminierte Christen bei der Erzielung des Lebensunterhalts. Diese Projekte sind in der Schweiz als gemeinnützig anerkannt und ein Steuerabzug kann geltend gemacht werden.

 

Verein Open Doors Nothilfe

Postkonto (PostFinance):
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Open Doors Schweiz
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Open Doors Nothilfe ist im Kanton Waadt (Sitzkanton) als gemeinnütziger Verein anerkannt und damit steuerbefreit. Dies gilt auch für die anderen Kantone.

Beachten Sie: Die auf dieses Konto überwiesenen Spenden sind steuerlich absetzbar, da die Projekte gemeinnützigen Zwecken dienen.