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In der Nacht des 15. Januar waren die Christen in Chokragoan im Bezirk Udalguri (Assam) zutiefst erschüttert, als sie feststellen mussten, dass ihre Kapelle, in der sie zwei Tage zuvor mit zwei neu geweihten Priestern ihre erste Messe gefeiert hatten, durch ein Feuer zerstört worden war.
Nach 75 Jahren friedlicher Existenz liegt die Kapelle der Heiligen Theresia vom Kinde Jesus heute in Trümmern. Das Dach ist eingestürzt, die Holzfenster sind verkohlt, die Überreste von Plastikstühlen sind verbrannt und der Altar hat keine Tischplatte mehr.
Vor Ort berichtete ein Mitglied dieser Kirche, dass mehrere Christen aus dem Dorf mitten in der Nacht herbeieilen mussten, um ein Feuer zu löschen, das den Heuvorrat eines anderen Dorfbewohners vernichtete. Als sie zurückkehrten, sahen sie, dass ihre Kapelle in Flammen stand. Die Feuerwehr traf kurz darauf ein und konnte das Feuer löschen. Obwohl die Polizei über die Situation informiert ist, wurden bislang keine Massnahmen ergriffen.
Lokale Medien und Zeugen zufolge könnten Gegner der christlichen Minderheit - die einige Wochen vor dem Vorfall ein Treffen abgehalten und gegen die christliche Gemeinschaft und die Missionare protestiert hatten - für den vorsätzlichen Angriff verantwortlich sein.
Derzeit können sich die Christen in der Region nicht zum Gebet in der Kapelle versammeln und organisieren stattdessen abwechselnd Gebetstreffen in den Häusern ihrer Mitglieder.
Die Gemeindeleiter forderten die Regierungsbehörden auf, für Schutz zu sorgen und Frieden und Harmonie im Ort zu bewahren, da die Kapelle 160 Familien und etwa 500 Personen als Ort für Gottesdienste dient.