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Eine Gruppe von Menschen, die draußen sitzt – Teil der Gemeinschaft der vertriebenen Christen aus Tuxpan

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Mexiko: Der Bandenkrieg vertreibt 400 Christen

Auf der Flucht vor Schüssen und von Drohnen abgeworfenen Bomben haben 400 Christen in Zentralmexiko alles zurückgelassen, um ihr Leben zu retten.

Der Krieg der Drogenkartelle in Mexiko hat ein noch nie dagewesenes Ausmass erreicht und 400 Christen zur Flucht aus ihren Dörfern gezwungen.

Alles begann am 4. Mai, als die Kartelle Los Ardillos und Los Tlacos mitten im Land in nahezu militärischen Kämpfen aufeinanderprallten. Die Erzfeinde griffen sich in der Region Montaña Baja mit Schüssen und von Drohnen abgeworfenen Bomben an.

Angesichts dieser beispiellosen Gewalt floh die lokale Bevölkerung. Die Zahl der Binnenvertriebenen wird auf etwa tausend geschätzt, darunter sollen 400 Christen sein. Am stärksten betroffen war das Dorf Tula, da all seine Einwohner geflohen sind: Tula ist zu einem Geisterdorf geworden. Dort wurden 23 Häuser niedergebrannt oder zerstört.

Kirchen wurden zu Flüchtlingslagern

Auch die Ortschaften Xicotlán und Alcozacán wurden schwer getroffen. Dort wurden Häuser in Schutt und Asche gelegt, Felder verwüstet und Viehbestände brutal abgeschlachtet, sodass die Familien nun ohne jegliche Lebensgrundlage dastehen.

«Die Realität ist viel schlimmer, als sie uns beschrieben wird», sagt Jairo (Pseudonym), ein Kirchenverantwortlicher, der mit mehreren Kirchen in Xicotlán in Verbindung steht. Seinen Angaben zufolge haben 170 Familien in einem städtischen Zentrum Zuflucht gefunden, während sich Hunderte weitere in den Kirchen drängen.

Seit Jahren schon sind die Kirchen Zielscheibe der Drogenkartelle, doch die Situation erreicht derzeit einen Höhepunkt. Einerseits flieht die Bevölkerung und die Kirchen verlieren ihre Mitglieder; andererseits finden die Vertriebenen Zuflucht in überfüllten Kirchen, die zu Flüchtlingslagern geworden sind.

Überprüfung von Informationen

Es ist derzeit sehr schwer zu sagen, was wirklich vor sich geht und wie viele Menschen betroffen sind. Die Kartelle haben wichtige Kommunikationswege unterbrochen, und es kursieren nur sehr wenige Informationen. Open Doors kann bestätigen, dass 21 Christen durch die Gewalt vertrieben wurden, doch in Wirklichkeit sind es Hunderte.

«Wir rekonstruieren die Ereignisse unter extrem gefährlichen Bedingungen.»

Victoria Vélez

«Die einzige Möglichkeit, an Informationen zu gelangen, sind die Freiwilligen und Kirchenverantwortlichen vor Ort», erklärt Victoria Vélez (Pseudonym), Mitglied des Teams von Open Doors in Mexiko. «Jedes Detail zu bestätigen, erfordert einen erheblichen Aufwand.»

Pastor Jairo ruft um Hilfe: «Inmitten dieser Krise brauchen wir am meisten Ihre Gebete, damit wir durchhalten können.» Derzeit kann keine Nothilfe die Vertriebenen erreichen. Hoffen wir, dass es bald möglich wird, Wasser, Lebensmittel und weitere lebensnotwendige Güter zu liefern.

Bild: Eine Gruppe vertriebener mexikanischer Christen