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Porträt eines Mädchens aus Muzaffarabad, Pakistan

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Pakistan: Proteste nach Urteil um entführtes christliches Mädchen

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Landesweite Proteste zwingen die pakistanische Regierung, ein Gerichtsurteil zu überprüfen, das eine 13-jährige Christin dazu verpflichtete, weitehrin bei dem Mann zu leben, der sie entführt hatte.

Ein kürzlich ergangenes Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 25. März 2026, laut dem ein christliches Mädchen bei ihrem Entführer bleiben muss, löste in Pakistan landesweite Proteste aus und veranlasste die Regierung, einen 37-köpfigen nationalen Beratungsausschuss einzusetzen – darunter auch katholische und protestantische Bischöfe –, um den Fall zu prüfen und Schutzmassnahmen gegen Zwangskonvertierungen und Zwangsheiraten vorzuschlagen.

Die Proteste brachen aus, nachdem das Gericht einen Antrag des Vaters der 13-jährigen Maria Shahbaz abgelehnt hatte, in dem er geltend machte, seine Tochter sei im Juli 2025 entführt, gewaltsam zum Islam bekehrt und zwangsverheiratet worden. Monatelang hatten er und seine Frau darum gekämpft, ihre Tochter zurückzubekommen, doch das Urteil vom März zerstörte ihre Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung.

Christliche Menschenrechtsaktivisten und zivilgesellschaftliche Gruppen verurteilten das Urteil des Gerichts aufs Schärfste und erklärten, dieses habe wichtige Beweise und frühere Erkenntnisse, die auf die Rechtswidrigkeit der Ehe hindeuteten, ausser Acht gelassen.

Open Doors warnt vor gefährlichem Präzedenzfall

Ein Sprecher von Open Doors erklärte: «Wir preisen Gott für die Christen in Pakistan. Ihr Mut, sich für schutzbedürftige Mädchen einzusetzen, ist ein klarer Aufruf an die weltweite Kirche, sich zu erheben – sowohl mit ihrer Stimme als auch im Gebet.

Wir fordern die pakistanische Regierung nachdrücklich auf, unverzüglich Massnahmen zum Schutz aller Minderjährigen zu ergreifen, unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung. Ein Urteil dieser Art durch ein Verfassungsgericht schafft einen zutiefst besorgniserregenden Präzedenzfall und birgt die Gefahr, dass sich ähnliche Entscheidungen in untergeordneten Gerichten durchsetzen. Wir fordern umgehend Gerechtigkeit und beten weiterhin für Schutz, Rechenschaftspflicht und entschlossenes Handeln. Jede Verzögerung setzt weitere Mädchen der Gefahr von Zwangskonvertierungen und sexuellem Missbrauch aus.»

Bitte beten Sie gemeinsam mit der christlichen Gemeinschaft in Pakistan für Maria Shahbaz und ihre Familie.

Symbolbild: Junges Mädchen aus Pakistan