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Am 19. Mai berichteten Medien, dass der 88-jährige australische christliche Arzt Ken Elliot freigelassen wurde. Elliot war am 15. Januar 2016 in Djibo, Burkina Faso, entführt worden und erlangte mehr als sieben Jahre später seine Freiheit wieder.
Die australische Aussenministerin Penny Wong bestätigte, dass Dr. Elliott «gesund und munter» freigelassen wurde und dass er «wieder mit seiner Frau Jocelyn und ihren Kindern vereint» sei. Sie fügte hinzu: «Wir würdigen die Stärke und Widerstandsfähigkeit, die Dr. Elliott und seine Familie unter den schwierigsten Umständen bewiesen haben.»
Die Familie drückte über das Büro des Aussensministeriums ihre Dankbarkeit aus:
«Wir möchten Gott danken und all denen, die fortwährend für uns gebetet haben.»
Und sie fügte hinzu: «Wir beten auch weiterhin für diejenigen, die noch in Gefangenschaft sind, und wünschen ihnen Freiheit und eine sichere Rückkehr zu ihren Angehörigen.»
Gemeinsam mit seiner Frau Jocelyn hatte Dr. Elliott eine Klinik mit 120 Betten in Djibo im Norden von Burkina Faso eröffnet. Dort arbeitete er vollzeitlich als Chirurg und bot der lokalen Bevölkerung über 40 Jahre lang kostenlose medizinische Versorgung an. Dies geschah bis zur Entführung des Ehepaars, zu der sich ein Zweig der Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannte.
Jocelyn Elliott, die zur selben Zeit wie Ken entführt und im Februar 2016 freigelassen wurde, hatte 2018 einen öffentlichen Aufruf zur Freilassung ihres Mannes veröffentlicht: «Möge der Friede mit Ihnen und Ihren Familien sein. Ich bin denjenigen dankbar, die im Februar 2016 entschieden haben, mich bedingungslos freizulassen. Dr. Elliott ist in seinen letzten Lebensjahren und ich bitte Sie, ihn ebenfalls freizulassen. Mein Mann hatte kein einfaches und bequemes Leben: Vor 46 Jahren entschied er sich dafür, seine Familie unter Ihnen, unseren Freunden und Nachbarn, grosszuziehen. Mit Gottes Hilfe hat er Tausende von Operationen durchgeführt und viele Leben gerettet. Die Menschen, die um Hilfe baten, kamen oft von weit her und besuchten uns zu jeder Tages- und Nachtzeit», erinnerte sie sich.