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Sonnenuntergang über einer Kirche in den Nuba-Bergen, Sudan.

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NachrichtenSudan

Koptische Kirche im Sudan angegriffen: Christen in Bedrängnis

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Afrika – Vereint gegen Gewalt

Der Angriff auf eine koptische Kirche in der Nähe von Khartum am vergangenen Wochenende zeugt von der zunehmenden Gewalt und der wachsenden Unsicherheit, unter der die christliche Gemeinschaft im Sudan leidet.

Am Sonntag, den 14. Mai, stürmten unbekannte bewaffnete Männer das Gebäude der koptischen Kirche Mar Girgis (St. Georg) in Omdurman, einer Stadt in der Nähe der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Die Angreifer schossen auf die Anwesenden und verletzten drei Gläubige und einen Wachmann. Sie griffen auch den Priester an, fügten ihm mehrere Verletzungen zu und zerstörten sein Wohnhaus, bevor sie sein Auto stahlen.

Zunehmende Unsicherheit

Die Konfliktparteien geben sich gegenseitig die Schuld für den Angriff auf die Kirche. Zwei Moscheen und zwei Krankenhäuser wurden am Wochenende ebenfalls angegriffen. Doch laut den Analysten von Open Doors verdeutlicht der brutale Angriff auf die koptische Kirche die wachsende Unsicherheit, mit der die Christen im Sudan leben. Während sich die Kämpfe in die Länge ziehen und das Land in eine immer tiefere Krise stürzen, sind sich die Christen der Tatsache bewusst, dass sich ihr Status als unerwünschte Minderheit verschlechtert.

Eine schwere Bilanz

Auch andere Kirchen wurden seit Beginn des Konflikts am 15. April beschädigt:

  • Am 17. April griffen Paramilitärs der RSF (Rapid Support Forces) die anglikanische Kathedrale All Saints in Khartum an (siehe Foto).
  • Anfang Mai wurde die evangelisch-presbyterianische Kirche in Bahri durch einen Raketenbeschuss beschädigt, der auf einen Markt in der Nähe gerichtet war.
  • Mehr als 700 Menschen starben in dem Konflikt und mehr als eine Million Menschen wurden durch die Kämpfe vertrieben, die trotz Friedensgesprächen anhalten. Auch in der Hauptstadt der Region Darfur, el-Geneina, gingen die Kämpfe weiter und forderten mindestens 77 Todesopfer und Zehntausende Vertriebene.

Quellen : Radio Dabanga  und  Al Jazeera