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Im mehrheitlich muslimischen Teil des nigerianischen Bundesstaates Plateau werden christliche Bauern oft benachteiligt. Lokale Partner von Open Doors geben ihnen neue Perspektiven: 100 Bauern wurden in modernen Anbaumethoden geschult und mit Dünger und Herbiziden unterstützt.
Der Verwaltungsbezirk (Local Government Area) Kanam im Bundesstaat Plateau ist mehrheitlich muslimisch geprägt. Sowohl der Vorsitzende als auch der stellvertretende Vorsitzende sind Muslime. Christen – sowohl Einheimische als auch Zugezogene – werden häufig wie Bürger zweiter Klasse behandelt. IVorteile, die ihre muslimischen Mitbürger im Bundesstaat geniessen, bleiben ihnen verwehrt. Wenn die Regierung Subventionen für Düngemittel und Insektizide gewährt, die für die Landwirtschaft benötigt werden, erhalten Muslime mehr als 90 % dieser Güter, während Christen nur wenig oder gar nichts abbekommen. Oft werden diese subventionierten Güter dann zu überhöhten Preisen an Christen weiterverkauft.
«Bei der Vergabe von Arbeitsplätzen werden Muslime immer bevorzugt. Wenn beispielsweise zehn Personen eingestellt werden, wird vielleicht nur ein Christ berücksichtigt», erklärt Reverend Markus Bambo. «Auch während Weihnachten und Ostern erhalten Christen keine Unterstützung, während Muslime von der Regierung während ihrer Fest- und Fastenzeiten Geschenke bekommen. Selbst für Christen bestimmte Hilfsgüter werden zurückgehalten und nur teilweise verteilt – mit der Begründung, dass die Muslime die Mehrheit bilden.»
Vom 10. bis 13. April 2025 erhielten 100 christliche Bauern in Kanam eine dreitägige Schulung zu neuen Anbaumethoden. Anschliessend bekam jeder Bauer zwei Säcke Dünger und Herbizide; zwei Bauern teilten sich jeweils ein Sprühgerät. Die Schulung war dabei mehr als praktische Hilfe: Sie ermutigte die lokale Kirche und erinnerte die Christen daran, dass sie trotz der anhaltenden Benachteiligung nicht allein sind.
«Seit wir diese Mittel einsetzen, haben wir den Segen Gottes auf unseren Feldern erlebt. Unsere Ernte wird dieses Jahr besser sein als im letzten Jahr.»
— Rev. Markus Bambo
Rev. Markus Bambo war einer der 100 Bauern, die von der Unterstützung profitierten. Er berichtet: «Wir werden an den Rand gedrängt, betrogen, unterdrückt und als bedeutungslos angesehen. Doch ihr habt diese Probleme erkannt und uns Unterstützung gebracht, die uns geistlich stärkt, unseren Glauben festigt und auch körperlich hilft. Wir danken Gott und euch von Herzen. Der Dünger und die Herbizide haben unseren Farmen wirklich geholfen. Diese Unterstützung hat uns ganz deutlich gezeigt, dass Christen in anderen Teilen der Welt sich um uns sorgen.»
Die Regenzeit ist in Nigeria die wichtigste Anbauperiode. Angriffe auf christliche Gemeinschaften werden häufig gezielt in diesen Monaten verübt, um ihre Felder und damit ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Der Verlust der Ernte und des Einkommens verschärft die Armut und macht die Menschen noch verwundbarer. Gleichzeitig leben die Gemeinden ständig in der Angst vor weiteren Angriffen.
Danken wir Gott für die Unterstützung, die den christlichen Bauern zeigt: Sie sind nicht vergessen. Beten wir für eine reiche Ernte, Schutz vor weiteren Angriffen und für die Stärkung der Kirche in Plateau State.