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Mord, Vergewaltigung, Lynchjustiz, Peitschenhiebe. Dies sind die vielfältigen Formen der Gewalt, denen viele Christen in Nigeria, Niger und Mosambik ausgesetzt sind.
Am Dienstag, den 3. Oktober 2023 um 8 Uhr morgens wurden elf Christinnen in Nigeria von Fulani-Extremisten angegriffen und vergewaltigt, bevor sie von Soldaten vor dem sicheren Tod gerettet wurden. Diese Nigerianerinnen gehören zu den etwa 20'000 Christen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden, weil ihre landwirtschaftlichen Dörfer regelmässig von Fulani-Hirten überfallen werden. Sie leben in Flüchtlingslagern, in denen ihnen das Nötigste wie Wasser, Nahrung und Heizung fehlt. Diese christlichen Frauen hatten das Lager verlassen, um Holz zum Kochen zu holen, und sich damit in Lebensgefahr gebracht. Einigen Frauen gelang es, zu fliehen und das Militär im Lager zu informieren, um Hilfe zu holen. Ein Beispiel von vielen...
Diese Tragödie reiht sich in eine Vielzahl von gewalttätigen Angriffen ein, die in den letzten Monaten in Subsahara-Afrika verübt wurden und bei denen Christen besonders häufig ins Visier genommen werden. So kam beispielsweise am 7. September, ebenfalls in Nigeria, ein katholischer Seminarist bei einem Brand in einem Pfarrhaus ums Leben. Bewaffnete Fulani-Extremisten waren gekommen, um den Priester zu entführen, was ihnen jedoch nicht gelang. Daraufhin setzten sie sein Haus in Brand. Fünfundzwanzig Menschen konnten fliehen. Nicht jedoch der junge Student, der an einer Rauchvergiftung starb.
«Es ist bedauerlich, dass es immer noch zu Morden und derartigen bösen Taten kommt», bedauerte John Hayab, Leiter der Christlichen Vereinigung in Nigeria. Er erinnert daran, dass zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 fast 5'000 nigerianische Christen von Boko Haram, Fulani-Extremisten oder Banditen getötet wurden. Der Tod des Seminaristen Na'Aman Stephen Danlami sei «eine dringende Erinnerung an die internationale Gemeinschaft, was die Christen in Nordnigeria durchmachen.» Er sagt abschliessend:
«Militante Gewalt bedroht die Kirche, und trotz allem bleiben die Christen widerstandsfähig, voller Ressourcen und einflussreich.»
Im benachbarten Niger tauchten Anfang des Sommers vier Mitglieder des Islamischen Staates in einer Kirche auf. Sie nahmen verheiratete Frauen beiseite, um sie zu schonen, versetzten aber unverheirateten Männern und Frauen zehn Peitschenhiebe. Der Pastor hingegen erhielt 30 Hiebe. In diesem Dorf gab es fünf Kirchen. Inzwischen sind jedoch alle geschlossen worden.
Der Islamische Staat ist auch in Mosambik präsent, obwohl das Land mehrheitlich christlich geprägt ist. Mitte September tauchten islamistische Kämpfer in einem Dorf auf, trennten Christen und Muslime aufgrund ihrer Namen und schossen auf die Christen. Sieben starben auf der Stelle, fünf weitere in einem Brandanschlag. Die lokalen Partner von Open Doors gehen davon aus, dass es sich um einen Racheakt des Islamischen Staates handelte, nachdem die Armee von Mosambik ihren Oberbefehlshaber ausgeschaltet hatte.
Uns wurde auch von Fällen von Lynchjustiz berichtet... Doch trotz all der Gewalt, die sie von islamischen Extremisten erleiden, bleiben viele Christen in Subsahara-Afrika in ihrem Zeugnis standhaft.
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