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Die Ausgabe 2026 der Rangliste der 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, erschien am 14. Januar. Weltweit werden mehr als 388 Millionen Christen stark verfolgt und diskriminiert. Syrien kehrt in die Top 10 zurück, und Nigeria bleibt das weltweite Epizentrum tödlicher Gewalt gegen Christen. Unsere Glaubensgeschwister bitten um unsere Unterstützung und unsere Gebete, um standhaft bleiben zu können!
In Syrien hat die Gewalt gegen Christen nach dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad erheblich zugenommen. Das Land steigt im Weltverfolgungsindex 2026, der diese Woche veröffentlicht wurde, vom 18. auf den 6. Platz auf. Mindestens 27 syrische Christen wurden im vergangenen Jahr aufgrund ihres Glaubens getötet, darunter 22 bei einem Selbstmordanschlag auf eine orthodoxe Kirche in Damaskus im Juni.
Unter dem Regime der HTS-Koalition leben viele Christen in Unsicherheit. Die Angriffe auf religiöse Gebäude und christliche Symbole haben stark zugenommen. In dieser Situation sind Christen versucht, ins Exil zu gehen. Derzeit leben nur noch 300'000 Christen in Syrien – Hunderttausende haben das Land verlassen. Eine ähnliche Entwicklung hat sich bereits im Irak (18) abgespielt und ist derzeit im gesamten Nahen Osten zu beobachten.
Gemessen an der Gesamtzahl der betroffenen Christen weist diese Region das höchste Ausmass an religiöser Verfolgung auf: Die 14 Länder Subsahara-Afrikas, die im Weltverfolgungsindex aufgeführt sind, haben mehr als 721 Millionen Einwohner. Fast die Hälfte davon sind Christen.
Nigeria bleibt das weltweite Epizentrum tödlicher Gewalt gegen Christen.
Von den 4849 Christen, die während des Berichtszeitraums weltweit aufgrund ihres Glaubens getötet wurden, waren 3490 Nigerianer. Auch Mali und Sudan verzeichneten ein bisher unbekanntes Ausmass an Gewalt gegen Christen. In mehreren Ländern südlich der Sahara begünstigt die politische Instabilität die Zunahme der Verfolgung. Sie führt zu Massakern in der Demokratischen Republik Kongo, öffentlichen Hinrichtungen in Somalia und Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik und in Mosambik.
Nach einem von Gewalt geprägten Jahr fällt Bangladesch vom 24. auf den 33. Platz im Index zurück. Der Interimspräsident Muhammad Yunus plädiert für Religionsfreiheit, doch die bevorstehenden Wahlen könnten die islamistischen Spannungen wieder aufflammen lassen.
In Malaysia hat der Oberste Gerichtshof acht Jahre nach der Entführung von Pastor Raymond Koh die Wiederaufnahme der Ermittlungen angeordnet und den Staat wegen Machtmissbrauchs zu einer Geldstrafe von mehr als 7,4 Millionen Dollar verurteilt. Die Polizei muss regelmässig Rechenschaft ablegen.