
Seit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 kontrolliert die islamistische Gruppe Haiʾat Tahrir asch-Scham den grössten Teil des syrischen Territoriums, mit Ahmed al-Charaa als Übergangspräsidenten. Die Verfassungserklärung vom März 2025 macht die islamische Rechtsprechung zur primären Quelle der Gesetzgebung, ohne ausreichenden Schutz für Minderheiten.
Das Trauma dieser Ereignisse hat uns alle schwer getroffen. Wir empfinden gemischte Gefühle von Wut und fragen uns, warum dies erneut geschehen musste. Wir dachten, dass die Abschaffung des früheren Regimes uns ein Gefühl der Freiheit geben würde, doch es scheint, dass es immer noch Menschen gibt, die nur ans Töten glauben.
Mourad* (Name geändert). Er ist für die Arbeit des lokalen Partners von Open Doors in Syrien verantwortlich, nach dem Anschlag auf eine Kirche in Damaskus im Juni 2025.
Der Druck auf Christen in Syrien variiert je nach Region. Der Nordosten ist im Allgemeinen sicherer und toleranter. An der Küste stehen die kleineren, verstreuten christlichen Gemeinschaften unter mässigem sozialem Druck. Im Süden sind Christen mässigem bis hohem Druck ausgesetzt, obwohl die Toleranz in Gebieten mit drusischer Mehrheit im Vergleich zu muslimischen Gebieten im Allgemeinen grösser ist. Der stärkste Druck herrscht in Damaskus und Aleppo, wo die wachsende Feindseligkeit konservativer muslimischer Gemeinschaften und extremistischer Gruppen zu Unsicherheit und Einschränkungen führt – und das trotz der historischen Präsenz von Christen in diesen Städten.
Darüber werden Christen, die vom Islam oder dem drusischen Glauben konvertieren, stark von Familie und Gesellschaft unter Druck gesetzt, vor allem in Gebieten mit muslimischer Mehrheit. Konversion kann zu schwerer Gewalt oder Vertreibung führen. Die zunehmende islamische Radikalisierung hat den Widerstand gegen Konvertiten mit muslimischem Hintergrund verstärkt.
Open Doors arbeitet mit lokalen Partnern und Kirchen in Syrien zusammen, um Gläubige zu stärken durch die Verteilung von Bibeln und christlicher Literatur, Jüngerschaftstraining, Traumabehandlung, Nothilfe, Mikrokredite und andere sozio-ökonomische Hilfe.
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