
Die Verfassung erklärt den Islam zur Staatsreligion. Die Scharia verbietet es einem Muslim, seine Religion zu wechseln. Die Christen, überwiegend Chaldäer oder Assyrer, leben heute vor allem in den fünf Provinzen im Norden des Landes. Ihre ohnehin schon schwache politische Vertretung nimmt weiter ab.
Im Juni wachte ich morgens auf und fand draussen einen weiteren Drohbrief: ‹Hör auf mit dem, was du tust, oder wir werden dich töten.›
Yasin* (Name geändert), ein Gläubiger mit muslimischem Hintergrund aus dem Irak, September 2025
Kirchen sind Übergriffen durch islamische Extremisten und nicht-christliche Anführer sowie Diskriminierung durch die Regierung ausgesetzt. Im Zentrum und Süden des Irak verstecken Christen oft Symbole wie das Kreuz, um Schikanen an Kontrollpunkten, Universitäten, Arbeitsplätzen oder in Regierungsgebäuden zu vermeiden. Christen, die sich offen zu ihrem Glauben bekennen, laufen im Zentrum und Süden des Irak Gefahr, Opfer von Verfolgung zu werden, wobei Blasphemiegesetze gegen diejenigen angewendet werden, die im Verdacht stehen, missionarisch tätig zu sein. Evangelische Gruppen verfügen nicht über den rechtlichen Rahmen, um Bibelschulen zu gründen oder ausländische Hilfsorganisationen zu registrieren.
Konvertiten aus dem Islam werden von ihrer Familie stark unter Druck gesetzt und verbergen oft ihren Glauben, um Drohungen von Verwandten, Stammesführern und der Gesellschaft zu entgehen. Selbst ein Kirchenwechsel, beispielsweise von der orthodoxen zur evangelischen Kirche, kann zum Verlust von Rechten oder zur Arbeitslosigkeit führen.
In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Kirchen unterstützt Open Doors die Kirche im Irak durch Präsenzdienst, Schulungen, Verteilung von Bibeln und christlicher Literatur, Gebetsunterstützung, Krisenhilfe und sozio-ökonomische Entwicklung.
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