Mali

Rang im Index: 17

Wie sieht die Verfolgung in Mali aus?  

Mali gehört zu den ärmsten Ländern Afrikas. Vor rund zehn Jahren übernahmen islamische Extremistengruppen im Norden die Kontrolle. Sie brannten Kirchen nieder und vertrieben die christliche Bevölkerung. Viele Christen haben in dieser Zeit alles verloren, die christliche Gemeinschaft hat sich davon nie wirklich erholt. Sie lebt immer noch unter der Bedrohung gewalttätiger Angriffe, besonders wenn sie das Evangelium verkünden. Häuser, Wohnungen, Geschäfte und Eigentum sind weiterhin Ziel von Übergriffen, so dass viele Christen in Armut leben. 

Weder christliche Missionare noch NGOs können im Norden sicher arbeiten – die Gefahr ist da, dass sie von Extremisten angegriffen und/oder entführt werden.  

Die grosse politische Instabilität und die schwache Regierung stärkte die islamischen Extremisten, die ihre Macht über weitere Gebiete vergrösserte. Das führte dazu, dass Christen in verschiedenen Teilen des Landes einem grösseren Risiko von Gewalt ausgesetzt sind. Militante islamische Extremisten entführen Menschen, auch Christen, töten oder halten sie in sexueller Sklaverei gefangen. Oder setzen sie so unter Druck, dass sie sich ihnen anschliessen, wo sie unter Zwang zum Islam konvertieren und zum Kämpfen gezwungen werden. Einzelne christliche Eltern schicken nun ihre Söhne in sicherere Gebiete, um sie so zu schützen.  

Wird jemand aus einem muslimischen Umfeld heraus Christ und entgeht der Verfolgung durch Extremisten, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Er wird von seiner Familie unter Druck gesetzt, seinen neuen Glauben wieder aufzugeben. Die Mittel dazu sind Scheidung, der Verlust jeder materiellen Unterstützung, selbst für Familienmitglieder, soziale Isolation und der Verlust der eigenen Kinder.   

Wer ist von der Verfolgung am stärksten betroffen?

Gläubige, die vom Islam zum Christentum konvertieren, sind in ganz Mali am meisten gefährdet. Aber auch Christen, die im nördlichen Teil Malis und in den von militanten islamischen Extremisten kontrollierten Gebieten leben, sind der Gefahr gewaltsamer Verfolgung ausgesetzt.  

Treffen Sie Naomi* 

“Mehr als einmal schickte meine Familie Dschihadisten zu mir nach Hause, um uns zu schaden. Dann eines Tages, als mein Mann auf einer Geschäftsreise war, wurde er niedergeschossen. Er wurde für seinen Glauben getötet. ... Ich habe keine Ahnung, was mit seiner Leiche passierte.” 

Naomi (name geändert)

Was hat sich im vergangenen Jahr verändert?

Mali hat im vergangenen Jahr auf dem WVI mehrere Plätze zugelegt, zurückzuführen auf die Zunahme des Drucks in mehreren verschiedenen Lebensbereichen. Für die Regierung ist das Christentum eine Sache des Westens, sie duldet es nicht. Dann sind die Dschihadisten auf dem Vormarsch und die allgemeine Lage im Land verschlechtert sich rapide. In jüngster Vergangenheit gab es zwei Staatsstreiche, was den Dschihadisten half, ihre Macht auszubauen und Christen aufs Korn zu nehmen. Es sieht so aus, als sei die Regierung nur in den grossen Städten wirksam und als liege ausserhalb die Macht – direkt oder indirekt – in den Händen der Dschihadisten, welche scharenweise Jugendliche in ihre Reihen locken. Die Militärjunta nimmt die Hilfe russischer Söldnergruppen – genauer der Wagner-Truppen – in Anspruch, welche es auch auf Zivilisten, darunter auch Christen, abgesehen haben. 

Wie hilft Open Doors den Christen in Mali?  

Open Doors arbeitet in Mali mit lokalen Partnern zusammen und bietet Vorbereitungs- und Unterstützungstrainings für Verfolgte, Jüngerschaftsprogramme sowie sozio-ökonomische Projekte zur wirtschaftlichen Befähigung an. 

ein gebet für mali

Herr Jesus, wir bitten Dich, dass Du die Macht der gewalttätigen extremistischen Gruppen brichst, die die Gegenwart und Zukunft Malis zerstören. Wir bitten dich, dass die Christen in ihre Heimat zurückkehren und in Frieden leben können. Mögen Konvertiten, die sich einsam und verletzlich fühlen, Deine mächtige Gegenwart erfahren und wunderbare Verbindungen zu anderen Christen knüpfen können, die ihren Glauben stützen und stärken. Amen. 

Map thumbnail
Ausmass der Verfolgung

Sehr hoch



Mechanismen der Verfolgung
  • Islamischer Extremismus
  • Korruption und Organisiertes Verbrechen
  • Unterdrückung durch den Clan/Stamm

Anzahl der Christen
490'000 (2,3 %)

Hauptreligion
Islam

Staatsform
Semi-Präsidiale Republik

Regierungschef
Übergangspräsident President Assimi Goïta

Pressemeldungen
Mali | 17 Juni 2019
Pressemeldungen
Mali | 05 Februar 2019
Unsere Website verwendet Cookies


Speichern

Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir nutzen sie u. a., um Ihnen eine sichere Spendenmöglichkeit anzubieten und um Zugriffe auf unsere Website anonymisiert auszuwerten. Außerdem können wir so eigene YouTube-Videos auf der Website teilen. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Auswahl jederzeit unter Einstellungen widerrufen oder anpassen.

Alle akzeptieren
 
Notwendige akzeptieren