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Tunesien

Rang im Index: 31
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Mechanismen der Verfolgung
  • Islamischer Extremismus

Anzahl der Christen

Hauptreligion
Islam

Staatsform
Parlamentarische Republik

Regierungschef
Präsident Kais Saied

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Wie sieht die Verfolgung in Tunesien aus?

99,5 % der tunesischen Bevölkerung sind Muslime. Das Christentum wird als fremde Religion angesehen und zunehmend kontrolliert. Auch wenn die Verfassung den Islam nicht zur Staatsreligion erklärt, hängt die Religionsfreiheit in der Praxis von der Auslegung durch Präsident Kais Saied ab, der die Unterdrückung oppositioneller Stimmen und NGOs, die sich für Menschenrechte einsetzen, verstärkt.

Was erleben Christen?

  • Nur die Glaubensgemeinschaften ausländischer Staatsangehöriger, hauptsächlich aus Subsahara-Afrika, sind anerkannt und verfügen über Kirchen in Tunis, wo sie trotz des Verbots der Glaubensausübung relative Freiheit geniessen.
  • Tunesier mit muslimischem Hintergrund, die zum Christentum konvertiert sind, stehen vor allem unter familiärem Druck, wobei der staatliche Druck ebenfalls zugenommen hat. Da sie sich offiziell nicht versammeln dürfen, treffen sie sich hauptsächlich in Hauskirchen. Christliche Konvertitinnen können geschlagen und mit Vergewaltigung oder Tod bedroht werden. Verheiratete Frauen riskieren die Scheidung und den Verlust des Sorgerechts für ihre Kinder.
  • Welches sind die jüngsten Beispiele von Verfolgung

    Aus Sicherheitsgründen können keine weiteren Details (Daten, Orte, Namen) bekannt gegeben werden.

    Während des Untersuchungszeitraums wurden mehrere ausländische Christen verhaftet und inhaftiert.

    Ein christliches Mädchen wurde von ihrem Lehrer als „ungläubig” bezeichnet, ein junger Christ wurde unter Druck gesetzt, während des Ramadan die Moschee zu besuchen, und eine junge Frau, die zum Christentum konvertiert war, wurde von ihrer Familie gezwungen, umzuziehen und alle Verbindungen zu den Christen, die sie kannte, abzubrechen.

    Treffen Sie Rasha*

    Ich hatte keinen Ort, an dem ich mich mit Gleichaltrigen unterhalten und ihnen mein Herz ausschütten konnte. Ich möchte ihnen diese Möglichkeit bieten. Ich weiss, wie sehr ich mir das gewünscht hätte, als ich jünger war.

    Rasha* (Name geändert), eine junge Gläubige aus Nordafrika, die an einem von Open Doors unterstützten Jugendforum teilgenommen hat. – «Empowering the prophetic voices of tomorrow» (Die prophetischen Stimmen von morgen stärken), September 2025

    Wer ist von der Verfolgung am stärksten betroffen?

    Christliche Konvertiten mit muslimischem Hintergrund sind am stärksten gefährdet, insbesondere durch ihre eigenen Familien und Gemeinschaften. Konvertiten, die im Süden leben, haben es am schwersten, da diese Region tendenziell konservativer ist. Militante Islamisten sind auch in den südlichen Grenzgebieten aktiv und greifen Christen an, sobald sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet.

    Wie hilft Open Doors den Christen in Tunesien?

    In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Kirchen unterstützt Open Doors die Kirche in Nordafrika durch Leiterschaftsschulungen und Mentoring, Trainings zu Jüngerschaft und zur Vorbereitung auf Verfolgung, seelsorgerliche Begleitung sowie die Verteilung von Bibeln. Zudem bietet Open Doors Trauma- und Rechtsberatung, fördert Frauen durch spezielle Gruppen und Trainings und unterstützt Christen auf praktische Weise, unter anderem durch Mikrokredite, berufliche Qualifizierung und medizinische Hilfe.

Gebet für Tunesien
  • Beten Sie angesichts der anhaltenden Proteste gegen die Einparteienherrschaft dafür, dass Gott seinem Volk in Tunesien die Freiheit schenkt, seinen Glauben auszuüben.
  • Konvertiten vom Islam können erheblicher Verfolgung ausgesetzt sein. Bitten Sie Gott, diese Gläubigen zu beschützen.
  • Während Christen aus dem Ausland oft frei ihren Glauben ausüben dürfen, geniessen tunesische Christen diese Freiheit nicht. Beten Sie dafür, dass die Nachfolger Jesu Gemeinschaft finden und in ihrer Jüngerschaft wachsen können.
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