Was ist der WVI?

Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex (WVI), eine Rangliste der 50 Länder, in denen Christen der stärksten Verfolgung und Diskriminierung wegen ihres Glaubens ausgesetzt sind.

Die Verfolgung hat sich in der Berichtsperiode 2022 weltweit verschärft und erreichte das höchste Ausmass seit Beginn des Index vor fast 30 Jahren. Der WVI bietet die glaubwürdigen Informationen die Sie brauchen, um sich konkret für die verfolgte Christen einzusetzen.

Weltverfolgungsindex 2022

Alleine, aber nicht im Stich gelassen

Projekt Index Top 10

Stehen Sie mutigen Christen an den gefährlichsten Orten der Welt bei!

Gebet Afghanistan

Begleiten Sie unsere Glaubensgeschwister im Land mit der stärksten Verfolgung.

Weltkarte

Erfassen Sie das Ausmass der Christenverfolgung und machen Sie darauf aufmerksam.

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Durch Anklicken eines Ländernamens gelangen Sie zum jeweiligen Länderprofil mit detaillierten Informationen über die Verfolgungssituation.

Rangliste des Weltverfolgungsindex 2022 als PDF herunterladen.

  

  Land  

TOTAL   

  01  

  Afghanistan  

  98  

  02  

  Nordkorea  

  96  

  03  

  Somalia  

  91  

  04  

  Libyen  

  91  

  05  

  Jemen  

  88  

  06  

  Eritrea  

  88  

  07  

  Nigeria  

  87  

  08  

  Pakistan  

  87  

  09  

  Iran  

  85  

  10  

  Indien  

  82  

  11  

  Saudi-Arabien  

  81  

  12  

  Myanmar (Burma)  

  79  

  13  

  Sudan  

  79  

  14  

  Irak  

  78  

  15  

  Syrien  

  78  

  16  

  Malediven  

  77  

  17  

  China  

  76  

  18  

  Katar  

  74  

  19  

  Vietnam  

  71  

  20  

  Ägypten  

  71  

  21  

  Usbekistan  

  71  

  22  

  Algerien  

  71  

  23  

  Mauretanien  

  70  

  24  

  Mali  

  70  

  25  

  Turkmenistan  

  69  

  26  

  Laos  

  69  

  27  

  Marokko  

  69  

  28  

  Indonesien  

  68  

  29  

  Bangladesch  

  68  

  30  

  Kolumbien  

  68  

  31  

  Zentralafrikanische Rep.  

  68  

  32  

  Burkina Faso  

  68  

  33  

  Niger  

  68  

  34  

  Bhutan  

  67  

  35  

  Tunesien  

  66  

  36  

  Oman  

  66  

  37  

  Kuba  

  66  

  38  

  Äthiopien  

  66  

  39  

  Jordanien  

  66  

  40  

  Kongo (DRK)  

  66  

  41  

  Mosambik  

  65  

  42  

  Türkei  

  65  

  43  

  Mexiko  

  65  

  44  

  Kamerun  

  65  

  45  

  Tadschikistan  

  65  

  46  

  Brunei  

  64  

  47  

  Kasachstan  

  64  

  48  

  Nepal  

  64  

  49  

  Kuweit  

  64  

  50  

  Malaysia  

  63  

Mehr als 360 Millionen Christen leiden aufgrund ihres Glaubens unter einem hohen Mass an Verfolgung und Diskriminierung. Unsere Analysten haben einige aktuelle globale Trends zur Christenverfolgung in drei Kapitel zusammengefasst.

Die prägenden Trends des Weltverfolgungsindex 2022 als PDF herunterladen

Der Weltverfolgungsindex ermittelt die Bedingungen, die in fünf Sphären des Lebens zu Verfolgung führen, und die Gewalttaten gegen Christen und Kirchen. In diesem Artikel finden Sie die Statistiken in den verschiedenen Kategorien der Gewalt.

Die Statistiken der Gewalt als PDF herunterladen.

Die Religionsfreiheit ist im Artikel 18 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte klar definiert. Für die Verfolgung hingegen gibt es keine allgemein anerkannte Definition. Wie definiert Open Doors Verfolgung und warum?

Verfolgung und Menschenrechte als PDF herunterladen.

Die Klassifikation des Weltverfolgungsindex (WVI) ist das Ergebnis einer höchst sorgfältigen und gewissenhaften Arbeit mit Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen. Das methodische Vorgehen wurde 2012 vollständig überarbeitet.

Methodik des Weltverfolgungsindex als PDF herunterladen.

31

Auch wenn drei Viertel der Bevölkerung Christen ausmachen, sind diese doch sehr anfällig für Verfolgung. Falls Gemeindeleiter diese Gewalt öffentlich anprangern, werden sie bedroht, ihre Kirchen geplündert und niedergebrannt. Aufgrund des Bürgerkrieges und der Konflikte im Land haben Tausende Christen ihre Lebensgrundlage und Häuser verloren, viele leben in Vertriebenenlagern.

32

Burkina Faso liegt im Einflussgebiet islamischer Extremistengruppen. Die Zentralregierung ist sehr schwach, besonders im Osten des Landes, wo das islamische Recht angewendet wird. Die Gewalt durch Dschihadisten hat in den vergangenen Jahren sehr zugenommen. Die Extremisten nutzten die Schwäche der Regierung aus, um während der Covid-19-Krise die Kontrolle über viele Infrastrukturen des Landes zu erlangen.

33

In den vergangenen Jahren kam es in der Sahelzone vermehrt zu gewalttätigen Angriffen durch Islamisten. Dabei verlor die Regierung von Niger viel Gebiet an die Dschihadisten. Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass jeder Einwohner im Niger Muslim sein sollte. Den Christen macht besonders die Instabilität in dieser Region zu schaffen. Und die Maßnahmen bezüglich Corona-Pandemie ermöglichten den islamischen Extremisten, ihren Einfluss auszuweiten.

34

Es wird erwartet, dass alle Bürger Bhutans Buddhisten sind. Konvertiten zum Christentum werden misstrauisch beäugt. In der Regel wird jede Anstrengung unternommen, sie zu ihrer vorherigen Religion zurückzuführen. Christliche Gemeinden werden vom Staat nicht anerkannt, ihr Recht auf Religionsfreiheit nicht respektiert. Das bedeutet, dass Christen gezwungen sind, ihren Glauben auf illegale Weise auszuüben.  

35

Während die städtische und gebildete Elite für die Säkularisierung offen und empfänglich ist, wird der Rest der Gesellschaft stark vom Islam beeinflusst. Gemäß tunesischer Verfassung ist der Islam die Staatsreligion. Um seine Macht zu festigen, hat Präsident Kais Saied im August 2021 das Parlament aufgelöst und den Premierminister entlassen. Noch weiß niemand, welche Auswirkungen das auf die kleine christliche Minderheit haben wird.

36

Der Islam ist Staatsreligion und bildet damit die Grundlage der omanischen Gesetzgebung. Die Regierung regelt die gesetzlich religiösen Aktivitäten und überwacht sie, auch die islamischen. Für Blasphemie sind harte Strafen vorgesehen. Um religiöses Material zu veröffentlichen oder zu verteilen ist eine Genehmigung erforderlich. Nicht-muslimische Gottesdienste sind nur in offiziell dafür ausgewiesenen Räumlichkeiten erlaubt.

37

Das kommunistische Regime ging härter gegen all jene vor, die sie als unabhängig taxiert, z. B. christliche Leiter und Menschenrechtsaktivisten, und die entschieden gegen kommunistische Prinzipien aufstehen. Besonders augenfällig wurde das nach den Protesten im Juli 2021 durch die härtere Reaktion (willkürliche Geldstrafen, starke Überwachung, die Verweigerung von Lizenzen und religiösen Visa).

38

Alle christlichen Gemeinschaften sind mit Verstößen gegen die Religionsfreiheit konfrontiert, jedoch in unterschiedlichem Maße. Christen protestantischer Denominationen werden sowohl von der Regierung als auch von der äthiopisch-orthodoxen Kirche (EOC) bedrängt. Christen mit einem muslimischen Hintergrund oder aus einem orthodoxen Umfeld werden von ihren Familien und Gemeinden verfolgt.

39

Die Regierung König Abdullahs scheint die anerkannten Kirchen zu tolerieren und sogar zu unterstützen. Der Staat übt jedoch Druck auf alle christlichen Gemeinschaften aus, indem er sie überwacht. Nicht anerkannte Kirchen können von staatlichen Behörden schikaniert werden, besonders jene, die offen und öffentlich für die Botschaft des Evangeliums einstehen.

40

Christen sind einer gewaltsamen Verfolgung durch islamische Extremisten ausgesetzt, die besonders im Osten des Landes aktiv sind. Im Jahr 2021 rief die Regierung den Belagerungszustand für die nordöstlichen Provinzen aus, um die von der islamistisch orientierten Miliz «Alliierte Demokratische Kräfte» (ADF) verübte Gewalt einzudämmen – doch die Angriffe auf Gemeinden und Kirchen gingen weiter.