11.06.2019 / news

Christen je nach Geschlecht unterschiedlich verfolgt

Wer an Jesus Christus glaubt und in einem Land lebt, das Christen verfolgt, wird je nach Geschlecht unterschiedlich angegriffen.

In den Ländern auf dem Weltverfolgungsindex erleiden Männer und Frauen schwere Verfolgung, wenn sie an Jesus Christus glauben. Die Art und Weise, wie sie unterdrückt werden, variiert je nach Geschlecht.

Die Auswertungen des Weltverfolgungsindex 2019 ergeben, dass Frauen weitaus häufiger sexuell missbraucht werden als Männer. Es ist ein Weg für Unterdrücker, ihnen ihre Würde zu nehmen und ihnen je nach Ort den Platz in der Gesellschaft zu rauben.

In Afghanistan werden Frauen, die mit jemandem verheiratet sind, der konvertiert ist und die den christlichen Glauben ihrer Männer teilen, mit Vergewaltigung bestraft. Auch die Kinder von Bekehrten laufen in Gefahr missbraucht zu werden.

Entführt und missbraucht

 Töchter christlicher Familien können in verschiedenen Ländern wie etwa Ägypten oder Pakistan wegen des Glaubens ihrer Eltern entführt und sexuell missbraucht werden. Aus Angst vor Angriffen haben einige Familien mit niedrigem Einkommen Angst, ihre Töchter zur Schule zu schicken, weil das Risiko von Entführungen und Übergriffen hoch ist.

Verbrechen an christlichen Frauen bleiben oft unbestraft. Den Stimmen der Frauen wird in verschiedenen Gesellschaften nicht viel Bedeutung beigemessen. Sie werden dazu gedrängt, zu schweigen.

Bis zum Mord

Christliche Männer und Jungen werden gefoltert und getötet, wenn ihr Glaube entdeckt wird: In Somalia werden Bekehrte zum Christentum gejagt und ermordet, weil das Verlassen des Islam als Verrat angesehen wird. Ein Spezialist für Verfolgung von Christen in Somalia erklärt: «Wenn der Mann getötet wird bleibt die Familie meist ungeschützt und wird als ‘untreu’ bezeichnet. Das Eigentum wird beschlagnahmt und die Witwe wird der Familie des Toten ausgeliefert oder gezwungen, einen Muslim zu heiraten.»

Männer für soziale Diskriminierung anfällig

Christen werden manchenorts auch völlig marginalisiert und gezwungen, erniedrigende Aufgaben erfüllen zu müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind anfälliger für soziale Diskriminierung, da sie mehr Zeit als Frauen im öffentlichen Leben verbringen.

Open Doors differenziert in der Feldforschung die Verfolgung nach Geschlecht, um die Verfolgung christlicher Frauen sichtbar zu machen und jedem Menschen, der wegen seines Glaubens verfolgt wird, angemessene Unterstützung zu gewähren.