22.01.2019 / news

Einer von neun Christen wird in der Welt stark verfolgt

Immer mehr Christen werden verfolgt. Die Ausübung des Glaubens wird in immer mehr Ländern immer gefährlicher. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2019 hervor.

Mehr als 245 Millionen Christen werden stark verfolgt. Das ist eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Heute sieht es so aus:

  • Jeder sechste Christ wird in Afrika stark verfolgt.
  • Jeder dritte Christ wird in Asien (einschliesslich des Nahen Ostens) schwer verfolgt.
  • Ein Christ von 21 wird in Lateinamerika stark verfolgt.

Zahl getöteter Christen in letzten drei Jahren gestiegen

Auch wenn die Zahlen des Index 2016, wonach 7106 aufgrund ihres Glaubens getötete Christen zählte, nicht erreicht wird, ist ein Anstieg der Zahl der getöteten Christen in den letzten drei Jahren zu beobachten: So listet der Index 2019 4305 auf, 2018 waren es 3066 und 2017 wurden 1207 gezählt.

Todesopfer in Nigeria steigt rasch

Zum vierten Mal in Folge ist Nigeria weltweit führend bei der Tötung von Christen wegen ihres Glaubens. 90 Prozent der im Index 2019 getöteten Christen wurden in Nigeria umgebracht, insgesamt 3731.

In China und Nigeria sind Kirchen am meisten betroffen

Die Anzahl der angegriffenen Kirchen hat sich im Vergleich zum Index 2018 mehr als verdoppelt (Index 2019: 1847, Index 2018: 793). In Nigeria sind Angriffe der Fulani-Ethnie auf Christen im Middle Belt weitgehend für diese Zerstörung verantwortlich. In China unterdrückt die Regierung zunehmend die christliche Minderheit und greift zunehmend Kirchen an, indem sie sie diese schliesst oder zerstört.

Christen in 73 Ländern stark verfolgt

Wenn der Index die 50 Länder anführt, in denen Christen am meisten verfolgt werden, stehen in diesem Jahr auch 23 Länder an der Tür des Rankings. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr (Index 2019: 73 Länder mit starker bis extremer Verfolgung, Index 2018: 58 Länder). Darunter sind einige unerwartete neue Länder wie Burkina Faso oder Venezuela.

Wie werden die Zahlen ermittelt?

Diese Zahlen beziehen sich auf die Fakten, die Open Doors mit Sicherheit überprüfen kann. Die Realität sieht damit noch etwas schlechter aus.