14.08.2018 /
Eritrea
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Eritrea: Ein Pastor ausgewiesen, eine Mutter verhaftet

Ein äthiopischer Pastor, der Eritrea besuchte, wurde ausgewiesen. Dies führte zur Verhaftung einer Mutter und zur Überwachung mehrerer einheimischer Christen.

Vor einigen Tagen reiste der äthiopische Pastor Suraphel Demissie aus Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba zu einem Besuch nach Eritrea. Mehrere Christen empfingen ihn, als er auf dem Flughafen im Nachbarland ankam.

Dann aber wurde Demissie vier Tage nach seiner Ankunft abgeschoben. Es wurden keine Angaben zu den Umständen oder Gründen zu seiner Ausweisung gemacht.

Verhaftung und Überwachung

Die eritreischen Behörden haben Adiam, eine eritreische Frau, die im Verdacht steht, mit dem Besuch von Suraphel Demissie in Verbindung gebracht zu werden, am Donnerstag, dem 2. August, festgenommen.

Die Mutter, die ihren Pflichten nachgehen müsste, wurde auf ein Polizeirevier gebracht. Noch immer ist sie in Haft. Viele derjenigen, die am Flughafen gesehen wurden, um den äthiopischen Pastor willkommen zu heissen, stehen unter Beobachtung.

«Menschenrechte» besprechen

Während Äthiopien und Eritrea am 8. Juli ein Friedensabkommen schlossen, erinnerte der UN-Sonderberichterstatter für Eritrea daran, wie wichtig es ist, dass diese beiden Länder über «Menschenrechte» diskutieren.

Eritrea ist das sechstschwierigste Land für Christen, wie der Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt. In den vergangenen Jahren wurden tausende Christen verhaftet und eingesperrt. Viele sind in Gefangenschaft gestorben. Viele Christen müssen aufgrund ihres Glaubens weiter im Gefängnis ausharren. Im aktuellen Berichtszeitraum starb eine christliche Mutter im Gefängnis.